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Münchner S-Bahnen sollen wieder häufiger fahren | BR24

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Mit einem Sonderfonds in Höhe von einer Million Euro und neuen Fachkräften will die Deutsche Bahn wieder für einen regelmäßigeren Zugbetrieb bei der Münchner S-Bahn sorgen.

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Münchner S-Bahnen sollen wieder häufiger fahren

Die deutliche Kritik an den Zugausfällen bei der Münchner S-Bahn zeigt Wirkung: Die Deutsche Bahn AG hat eine Task Force gegründet und legt einen Sonderfonds an, mit der solche Ausfälle künftig vermieden werden sollen.

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Mit der Summe von einer Million Euro will die Deutsche Bahn AG die gebeutelten S-Bahn-Kunden im Großraum München besänftigen. Bahnvorstand Berthold Huber kündigte dem bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) einen entsprechenden Sonderfonds an.

So schnell wie möglich sollen die betroffenen S-Bahn-Linien zum früheren Zehn-Minuten-Takt in Stoßzeiten zurückkehren. Huber sagte, spätestens ab dem Fahrplanwechsel im Dezember solle wieder der Regelfahrplan gelten.

Verstärkerzüge entfallen

Derzeit entfallen auf den Linien S3 und S8 die sogenannten Verstärkerzüge, die den Fahrplan zur Hauptverkehrszeit auf einen 10-Minuten-Takt verdichten. Üblich sind sonst 20 Minuten oder mehr. Auch bei der S2 und der S20 entfallen einzelne Züge. Der Grund: Die Deutsche Bahn hat momentan rund 30 S-Bahn-Züge zu wenig, weil sich diese in der Werkstatt befinden. Die Zugausfälle sorgten für harsche Kritik von Pendlern wie von Politikern.

Verkehrsminister Reichhart hofft, dass die zusätzliche Million von der Bahn solche Engpässe künftig gar nicht erst entstehen lässt. Das Geld werde für ein Bündel von Instrumenten verwendet, sagte der Minister - für Netzmaßnahmen, Instandhaltungsmaßnahmen sowie für Maßnahmen zur Kundeninformation, "die ja genauso wichtig sind".

Züge aus anderen Bundesländern

Nun werden schnell S-Bahn-Züge aus anderen Bundesländern ausgeliehen, um möglichst schon Mitte November rund die Hälfte aller betroffenen Verbindungen wieder im Zehn-Minuten-Takt zu Stoßzeiten fahren zu lassen. Die Bahn sucht zudem noch händeringend Elektriker, um die kürzer gewordenen Wartungsintervalle bei den S-Bahnen bedienen zu können.

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