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Erneut sperrt die Bahn die Münchner S-Bahn-Stammstrecke | BR24

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Arbeiter in einem Tunnelbahnhof der S-Bahn München bei staubiger Arbeit

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    Erneut sperrt die Bahn die Münchner S-Bahn-Stammstrecke

    Es ist die zweite der Wochenendsperrungen der Münchner S-Bahn-Stammstrecke. Weil die Bahn die Tunnelbahnhöfe in der Innenstadt modernisiert, verkehren seit Freitagabend bis zum montäglichen Betriebsbeginn keine S-Bahnen, sondern Ersatzbusse.

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    Wieder Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke in München: Betroffen ist der Abschnitt zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof. Die letzte S-Bahn ist dort am Freitag gegen 22.40 Uhr abgefahren. Die Strecke bleibt bis Montagfrüh gegen 4.40 Uhr gesperrt. Es fahren das Wochenende über Ersatzbusse und eben die städtischen Verkehrsmittel U-Bahn und Trambahn.

    Genau das Gleiche auch an den nächsten zwei Wochenenden, also noch bis zum 24. August: Stammstreckensperrung zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof – jeweils Freitagabend bis Montagfrüh.

    Mehr Zeit einplanen für Umstieg und Umwege

    Die Züge enden also während der Sperrzeit entweder in Pasing und am Ostbahnhof, oder sie fahren oberirdisch durch bis zum Hauptbahnhof.

    Die S8 zum Flughafen umfährt die Stammstrecke über den Südring. Fahrgäste sollten also mehr Zeit einrechnen.

    Ersatzbusse bis Montag früh entlang der Stammstrecke

    Die Ersatzbusse sollen laut Bahn im 7-Minuten-Takt fahren. Zwischen Pasing, Haupt- und Ostbahnhof können mit den MVV-Tickets auch die Regionalzüge der Bahn genutzt werden. Erkennbar sind die Haltestellen an den Buchstaben SEV auf violettem Grund. Das steht für "Schienenersatzverkehr".

    Im August gibt es außerdem noch weitere Änderungen im Fahrplanablauf: In der kommenden Woche vom 10. bis 14. August entfällt Richtung Ostbahnhof der Halt am Karlsplatz. Vom 17. bis 21. August halten die Züge Richtung Hauptbahnhof dann nicht am Isartor. Die Gegenrichtung ist vom 24. bis 28. August an der Reihe.

    Bis 2021 will die Bahn die fünf Tunnelbahnhöfe runderneuern

    Grund für die Sperrung ist vor allem die Modernisierung der fünf Tunnelbahnhöfe der Stammstrecke. Ging es in den letzten Jahren um Brandschutz, Decken und Beleuchtung, sind jetzt die Seitenwände, Säulen und Böden dran. Dabei meldet die Bahn jeweils unterschiedlichen Stand: Der S-Bahnhof Hauptbahnhof wird heuer fertig, am Stachus geht's jetzt los. Am Rosenheimer Platz und am Isartor wird weitergebaut.

    © DB AG

    So soll die S-Bahn-Station am Rosenheimer Platz in München aussehen, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.

    Am Marienplatz nehmen die Arbeiter die Außenwandverkleidung in Angriff. Am Stachus und am Marienplatz stehen zudem Betonarbeiten an. Die Säulenverkleidung wird erneuert.

    Am Isartor und am Stachus werden die kaputten Bodenplatten entfernt, der Bodenbelag am Stachus und am Isartor wird ausgebessert. Aufgrund der Aushärtezeit und der anschließenden Verfugung ist eine Sperrung des Bahnsteigs über das Wochenende hinaus erforderlich, heißt es von der Bahn.

    Nach Angaben der Bahn sollen bis zum nächsten Jahr alle fünf Bahnhöfe auf der Stammstrecke umgebaut sein. Der Umbau der unterirdischen Bahnhöfe soll rund 60 Millionen Euro kosten.

    Geschäfsleute kritisieren S-Bahn-Sperrung

    Vor allem die Geschäftsleute in der Münchner Innenstadt kritisieren die Sperrungen, weil sie der Meinung sind, dass viele potenzielle Kunden von den Bauarbeiten und dem Ersatzverkehr abgeschreckt werden. Infolge der Kaufzurückhaltung seit der Coronakrise treffe sie das besonders.

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