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Klimaaktivisten der Aktion "Aufstand der letzten Generation" blockieren eine Kreuzung

Münchner Runde Live: Gehen die Klimaaktivisten zu weit?

Bildrechte: pa/dpa/Christian Charisius
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Münchner Runde: Gehen die Klimaaktivisten zu weit?

Klimaaktivisten blockieren Straßen, stellen der Politik Ultimaten und kündigen noch radikalere Aktionen an: Mit Ballonen den Flugverkehr zu stoppen. Wie weit darf Protest gehen? Darüber diskutierte die Münchner Runde im BR Fernsehen und bei BR24.

Von
Tobias BönteTobias Bönte
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Waren bisher vor allem Demonstrationen, zum Beispiel von "Fridays for Future", die Hauptprotestform für eine bessere Klimapolitik, greifen Teile der Klimaaktivisten nun zu radikaleren Methoden.

Heute wurde die Frachtzufahrt zum Münchner Flughafen von Klimaaktivsten der Bewegung "Aufstand der letzten Generation" blockiert, indem sie sich mit ihren Händen auf die Fahrbahn klebten. Ähnliche Aktionen hatte es in den letzten Tagen bereits in München, Bayreuth und Nürnberg sowie am Hamburger Hafen gegeben. Im Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin kippten die Aktivisten der "Letzten Generation" Mist aus.

Aktivistin kündigt Aktionen in Flughäfen an: Mit Ballonen in die Sicherheitszone

In der Sendung kündigte die zugeschaltete Klimaaktivistin Miriam Meyer von der Bewegung "Aufstand der letzten Generation" weitere Aktionen an: An diesem Freitag werde sie mit Ballonen in die Sicherheitszone des Berliner Flughafens eindringen und dafür sorgen, dass der Flugverkehr gestoppt werden muss. Man werde rechtzeitig mit dem Tower kommunizieren, um zu verhindern, dass Menschenleben gefährdet würden. Zusätzlich würden andere AktivistInnen ebenfalls mit Ballonen in die Sicherheitszonen der Flughäfen Frankfurt und München eindringen und dort versuchen, den Flugverkehr zu stoppen. Auch dort werde man vorab mit dem Tower kommunizieren. Man sei fest entschlossen, friedlich zu bleiben, so Meyer, sehe aber keine andere Möglichkeit, um eine Klimakatastrophe noch abzuwenden.

Klimaaktivisten von "Aufstand der letzten Generation" wollen am Freitag Flugverkehr stören

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Kritik seitens der Politik

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann kritisierte die angekündigte Aktion scharf. In einem Rechtsstaat gebe es andere Möglichkeiten, seine Meinung zu sagen - eine derartige Störung sei eine unzulässige Maßnahme. Auch von anderen Politikern werden die Aktionen der Aktivisten verurteilt. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir warf ihnen "vordemokratische" Vorstellungen von Politik vor. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) kündigte an, dass Straftaten konsequent verfolgt und geahndet würden.

Joachim Herrmann: "Eine Minderheit will ihre Meinung erzwingen"

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Münch: "Es kann unter Umständen zulässig sein"

Auch Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, diskutierte mit

Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing

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Lettenbauer: "Der Dialog muss das Ziel sein"

Eva Lettenbauer, bayerische Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, mit ihrer Sicht:

Eva Lettenbauer, bayerische Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

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Münchner Runde

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