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Nach Tests: Bisher keine neuen Infizierten mit Coronavirus | BR24

© BR/Stefanie Wagner

Dem 33-jährigen am Coronavirus erkrankten Mann aus dem bayerischen Landkreis Landsberg gehe es den Umständen entsprechend sehr gut. Er habe kein Fieber und auch sonst keine Beschwerden, so der behandelnde Chefarzt am Münchner Klinikum Schwabing.

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Nach Tests: Bisher keine neuen Infizierten mit Coronavirus

In Bayern gibt es keine weiteren Coronavirus-Fälle. Das teilte Gesundheitsministerin Huml mit. Zudem seien die vier Infizierten in einem guten Zustand. Einige Mitarbeiter der Firma Webasto werden derzeit noch auf das Virus getestet.

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In Bayern gibt es derzeit keine weiteren Infizierten mit dem Coronavirus. Das gab Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am späten Mittwochnachmittag bekannt. Demnach wurden 40 Personen negativ auf das Virus getestet, so Huml. "Damit bleibt es derzeit bei dem Stand von gestern Abend", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums, soll heißen: vier Erkrankte. 40 weitere Kontaktpersonen werden nun getestet. Die Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen.

Vier Corona-Patienten in gutem Zustand

Die vier bayerischen Coronavirus-Patienten befinden sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums in klinisch gutem Zustand und werden derzeit isoliert im Klinikum Schwabing in München behandelt.

"Alle sind nach Angaben von Chefarzt Prof. Clemens Wendtner symptomfrei", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Es handele sich um drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 27 und 40 Jahren, die Mitarbeiter der Firma Webasto aus Stockdorf im oberbayerischen Landkreis Starnberg sind. Sie bleiben weiterhin zur Beobachtung im Klinikum Schwabing in isolierten Zimmern.

Für andere Patienten und Besucher bestehe keinerlei Ansteckungsgefahr, betont Chefarzt Clemens Wendtner.

Testergebnis steht innerhalb weniger Stunden fest

Nachdem in der Nacht auf Dienstag in Bayern der erste Infizierte, ein 33-Jähriger aus dem Landkreis Landsberg, gemeldet wurde, mussten auch Personen in seinem näheren Umfeld untersucht werden.

40 Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto wurden am Mittwoch negativ auf das Virus getestet. Dazu waren sie am Morgen in die Zentrale nach Stockdorf (Landkreis Starnberg) gekommen. Für den Test wurde vom Arzt ein Rachenabstrich genommen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat ein zusätzliches Labor in Oberschleißheim eingerichtet, um dort Abstriche von Patienten auf das Coronavirus untersuchen zu lassen. Ein Ergebnis steht in der Regel innerhalb weniger Stunden fest.

© BR

Vier Menschen haben sich im Kreis Starnberg mit dem Coronavirus angesteckt. Trotzdem: Schulen und Kitas bleiben offen, am Flughafen gibt es keinen Gesundheitscheck. Reagieren die Behörden zu lasch? Nein, sagt Gesundheitsministerin Huml.

Webasto-Zentrale vorsorglich geschlossen

Die Webasto-Zentrale in Stockdorf bleibt vorsorglich bis einschließlich Sonntag, 2. Februar, geschlossen. Das teilte das Unternehmen mit. Mitarbeiter sollen stattdessen im Home-Office arbeiten. Dafür konnten sie am Mittwochmorgen noch auf das Gelände, um ihre Laptops abzuholen. Auch alle für diese Woche angesetzten Dienstreisen wurden abgesagt.

Weitere Webasto-Standorte werden überprüft

Die Webasto-Konzernführung steht in regelmäßigem Austausch mit dem Gesundheitsamt Starnberg und dem LGL. Auch an den ostbayerischen Webasto-Standorten Hengersberg und Schierling kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeiter in Kontakt mit dem Coronavirus gekommen sind.

Wie eine Unternehmenssprecherin dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage sagte, wird derzeit geprüft, ob Kollegen des Unternehmens aus Hengersberg und anderen Webasto-Standorten mit den betroffenen Kollegen aus dem Landkreis Starnberg in Kontakt waren. Dafür werden Kontaktlisten erstellt.

Keine Symptome bei Familienangehörigen

Die Familienangehörigen des 33-Jährigen Infizierten sind weiterhin gesund. "Mutter und Kind haben nach wie vor keine Symptome", sagte der Pressesprecher des Landratsamts Landsberg am Lech, Wolfgang Müller, am Mittwoch unter Verweis auf aktuelle Informationen zum Gesundheitszustand der beiden. Die Kinderkrippe, in der das Kind normalerweise betreut wird, bleibe weiterhin geöffnet.

"Wir haben gestern Nachmittag die Kindergartenleitung und auch die Eltern direkt mit einem kleinen Anschreiben informiert und darauf hingewiesen, dass es eine Kontaktperson gibt", schilderte Müller. Weitere Maßnahmen seien nach Einschätzung der Experten nicht erforderlich, weil das Kind bislang nicht erkrankt sei.

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Wegen vier mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeitern schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz in Stockdorf vorrübergehend.

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