| BR24

 
 

Bild

Polizeiauto mit Blaulicht
© BR/Fabian Stoffers

Autoren

Henning Pfeifer
© BR/Fabian Stoffers

Polizeiauto mit Blaulicht

Wer eine E-Mail bekommt, die von der Polizei stammt und eine "Vorladung" enthält, läuft Gefahr, Opfer von Hackern zu werden. Die Münchner Polizei meldet eine neue Welle von Trojanern, die mit E-Mails versandt werden.

"Vorladung" wegen einer angeblichen Straftat

Die Adressaten werden in den Mails aufgefordert, sich wegen einer angeblichen Straftat bei der Polizei zu einer Vernehmung einzufinden. Dazu werden eine Dienststelle und ein Termin genannt. Laut Münchner Polizeipräsidium sind die Mails formal einer echten Vorladung der Bayerischen Polizei nachempfunden.

Schadsoftware im Anhang versteckt

Die Empfänger werden zudem auf einen Anhang hingewiesen, in dem sich weitere Unterlagen zu "der Ermittlungssache" befinden. Tatsächlich enthält der Anhang einen Trojaner, der sich durch das Öffnen auf dem Rechner installiert. Welchem Zweck das Schadprogramm dient, wird noch mit Test-Rechnern untersucht.

Zu erkennen sind die Fake-Vorladungen an fehlenden Umlauten und an der Formulierung "Dies ist eine Vorladung der deutschen nationalen Polizeiabteilung".

Polizei rät, Anzeige zu erstatten

Wer eine solche E-Mail erhält, sollte auf keinen Fall den Dateianhang öffnen. Das LKA empfiehlt, die E-Mail im Original aufzubewahren und bei der örtlich zuständigen Polizeidienststelle Anzeige zu erstatten. Im Zweifelfsfall könne mit einem Anruf auf der jeweiligen Polizeiinspektion zweifelsfrei geklärt werden, ob es sich um eine echte oder eine gefälschte Vorladung handelt.

"Grundsätzlich werden Vorladungen seitens der Bayerischen Polizei mit Briefpost verschickt oder persönlich überbracht." Polizeipräsidium München
1 / 2

Die Hacker verwenden das Wappen der bayerischen Polizei.

Die Hacker verwenden das Wappen der bayerischen Polizei.

Die Vorladung, die mit Schadsoftware im Anhang kommt.

Die Vorladung, die mit Schadsoftware im Anhang kommt.