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"Die Shoa war einmal!" | BR24

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© dpa/ Peter Steffen

Das Bild zeigt Eröffnung eines jüdischen Kindergartens 2007 in Hannover

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"Die Shoa war einmal!"

Liberale Juden in München haben jetzt den Förderverein Jeladim e.V. (auf deutsch „Kinder“) gegründet. Ziel ist die Errichtung eines eigenen Kindergartens. Jüdisch sein ist etwas ganz Normales - das wollen sie den Kindern von klein auf vermitteln.

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Ein Kindergarten ist die Basis für jede Gemeinde. Hier kommen Eltern in Kontakt. Und zusammen mit Gleichaltrigen lernen die Kinder jüdische Traditionen und Feste auch außerhalb der eigenen Familie im Alltag kennen. Nur so lasse sich bereits bei den Kleinen ein jüdisches Selbstverständnis festigen, heißt es bei den Initiatoren.

"Es ist wichtig, dass die Kinder von klein auf ihre Identität ausprägen können. Ich bin noch mit der Shoa aufgewachsen. Aber das war einmal. Jetzt ist es wichtig, dass die Kinder lernen, dass jüdischer Alltag was ganz normales ist. Und das geht nur über einen Kindergarten." Dinah Wejsenbeek, Vorstand von Jeladim e.V.

Mädchen und Jungen religiös gleichberechtigt

Im Unterschied zu den orthodoxen Gemeinden werden in liberalen Gemeinden Mädchen und Jungen auch in religiösen Belangen gleichberechtigt erzogen. Der künftige Kindergarten von Beth Shalom soll aber keine Konkurrenz zum bereits bestehenden jüdischen Kindergarten der orthodoxen Kultusgemeinde am Münchner Jakobsplatz sein.

„Unsere Gemeinde versteht sich als Alternative." Rabbiner Tom Kucera

Liberale Juden in München

Seit 21 Jahren gibt es neben der Gemeinde am Jakobsplatz wieder eine liberale jüdische Gemeinde in München. Seit 2003 hat Beth Shalom eigene Räume, seit 2006 einen eigenen Rabbiner. Der geplante Kindergarten soll für alle Kinder Münchens offen sein.