Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Münchner Hochschulen starten Studiengang Hebammenkunde | BR24

© BR

Im Herbst startet die Katholische Stiftungshochschule München (KSH) den ersten Jahrgang des Bachelorstudiums "Hebammenkunde (B.Sc.)". Kooperationspartner sind das Klinikum der LMU München und deren Staatliche Berufsfachschule für Hebammen.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Münchner Hochschulen starten Studiengang Hebammenkunde

Im Herbst startet die Katholische Stiftungshochschule München (KSH) den ersten Jahrgang des Bachelorstudiums "Hebammenkunde". Kooperationspartner sind das Klinikum der LMU München und deren Staatliche Berufsfachschule für Hebammen.

Per Mail sharen
Teilen

Der neue Bachelor-Studiengang der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) "Hebammenkunde" ist in interdisziplinäre Module unterteilt. Auf eine Theorie- folgt eine Praxisphase. Pädagogen der KSH unterrichten genauso wie Mediziner der LMU und Hebammen aus der Berufsfachschule.

Hebammenausbildung nur noch über Studium möglich

Die KSH folgt damit einem Gesetzentwurf der Bundesregierung von März dieses Jahres, dass die Hebammenausbildung vollständig akademisiert werden soll. "Der Beruf ist hochkomplex und die Anforderungen an Hebammen haben weiter zugenommen. Dem kann man eigentlich nur mit einem Studium beikommen", erklärt Prof. Constanze Giese bei der Vorstellung des Studiengangs in der KSH München. Die Große Koalition will mit der Akademisierung der Hebammenausbildung einerseits europarechtliche Vorgaben umsetzen. Andererseits sollen Hebammen durch das Studium besser auf die gewachsenen beruflichen Anforderungen an sie vorbereitet werden.

Marianne Kerkmann, Leiterin der staatlichen Berufsfachschule für Hebammen begrüßt diese Entwicklung. "Wir als Schule haben unsere Grenzen", sagt Kerkmann. "Den Anforderungen der EU können wir in Zukunft nicht mehr gerecht werden." Die praktische Ausbildung wird durch wissenschaftliche Forschung ergänzt. "Das ist ein großer Gewinn für die Studentinnen, auch wenn sie in Zukunft bestehen wollen im Diskurs mit den Ärztinnen und Ärzten", so Constanze Giese.

Mehr Praxis als Hörsaal

Doch ein großer Teil des Studiums bleibt praktisch, weswegen Studentinnen und Studenten der "Hebammenkunde" eine monatliche Vergütung erhalten, ähnlich wie während der Ausbildung. Die KSH und das Klinikum der LMU versprechen sich vom neuen Studiengang, dass Schwangere auch in Zukunft vor, während und nach der Geburt professionell betreut werden. Außerdem sehen sie gute Chancen, dem Fachkräftemangel im Bereich der Hebammen entgegen wirken zu können. Der Beruf soll durch das Studium attraktiver gemacht werden.

Große Nachfrage nach Studienplätzen

Rund 200 Frauen haben sich zum Wintersemester 2019/2020 an der KSH für "Hebammenkunde" beworben. 25 von ihnen werden ab Herbst den ersten Jahrgang des Bachelorstudiums bilden.