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Wegen einer mutierten Form des Coronavirus dürfen seit Mitternacht keine Flugzeuge mehr aus Großbritannien in der Bundesrepublik landen. Die Passagiere, die noch gelandet sind, saßen am Flughafen München fest.

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Münchner Flughafen: Warten für Passagiere aus Großbritannien

Zum Schutz vor dem mutierten Coronavirus dürfen nun in Deutschland keine Flugzeuge mehr aus Großbritannien landen. Am Sonntagabend kamen die letzten Passagiere am Münchner Flughafen an – und mussten erst einmal warten, bevor sie weiterreisen durften.

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Von
  • Birgit Grundner
  • Christoph Müller
  • BR24 Redaktion

Insgesamt sind am Sonntag noch etwa 350 Passagiere aus Großbritannien am Münchner Flughafen gelandet. Deutschen und EU-Bürgern stand es frei, sich auf Corona testen zu lassen. Es wurde ihnen jedoch dringend empfohlen.

Etwa 50 Passagiere mussten zum Corona-Test

Etwa 50 Nicht-EU-Bürger mussten sich auf das Coronavirus testen lassen. Sie warteten vor Ort auf ihr Testergebnis. "Ein Großteil" von ihnen durfte laut Bundespolizei den Transitbereich inzwischen verlassen. Ein paar wenige Menschen warten noch auf ihr Testergebnis.

Kurz vor der Einstellung des Flugverkehrs waren noch zwei Maschinen aus London gelandet. Es handelte sich um Flugzeuge der Lufthansa und der British Airways, die gegen 21.45 und 22.45 Uhr angekommen waren. Die Passagiere wurden von der Bundespolizei in Empfang genommen.

Quarantäne für alle Fluggäste aus Großbritannien

Dem Vernehmen nach wurden die Fluggäste dann in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Briten mussten sich in einem eigens länger geöffneten Testzentrum am Flughafen testen lassen. In Quarantäne müssen allerdings alle Passagiere aus Großbritannien.

Passagier am Flughafen Hannover positiv getestet

Nach einem Zwangsaufenthalt auf dem Flughafen Hannover für 62 Passagiere aus Großbritannien hat sich ein Fluggast als Covid-19-positiv herausgestellt. Weitere Labortests sollten nun klären, ob der Passagier sich mit der neuen, besonders ansteckenden Variante des Coronavirus infiziert habe, teilte die Region Hannover mit. Der betroffene Fluggast und die Begleitpersonen würden nun in einem Quarantäne-Transport zu ihrem Zielort gebracht. Dort müssten sie "separiert" werden.

Reisende aus Großbritannien auch an anderen Flughäfen

Auch an anderen deutschen Flughäfen sind britische Reisende gestrandet. So mussten rund 120 Passagiere die Nacht zum Montag im Transitbereich des Frankfurter Flughafens verbringen, weil nicht alle getestet werden konnten beziehungsweise ihr Ergebnis noch nicht vorlag. Betroffen von dem Einreisestopp aus Großbritannien waren nach Angaben des Flughafens Frankfurt insgesamt fünf Flüge.

Am Berliner Hauptstadtflughafen in Schönefeld warten noch 77 Passagiere auf eine Klärung durch einen Corona-Test. Dabei handelt es sich überwiegend um polnische Staatsbürger, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin sagte. Betroffen waren demnach am Sonntag vier Flüge aus Großbritannien. Für die Reisenden seien Feldbetten aufgestellt worden.

Mutierte Form des Coronavirus sehr viel ansteckender

Grund für die Reisebeschränkungen ist eine kürzlich entdeckte mutierte Form des Coronavirus in Großbritannien, die nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form sein soll. Premierminister Boris Johnson hatte betont, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien. Die Form breitet sich vor allem in London und Südostengland rasant aus. Für die Region ordneten die Behörden einen Shutdown mit Ausgangs- und Reisesperren an.

Landeverbote für Flieger aus Großbritannien

Zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland und "zur Limitierung des Eintrages und der schnellen Verbreitung der neuen Virusvarianten" sei ein sofortiges, befristetes Verbot für Flüge aus dem Vereinigten Königreich und Nordirland geboten, erläuterte das Verkehrsministerium in der Verordnung. Bereits am Sonntagabend wurde die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen gestoppt.

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