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Münchner Flohmarkt-Krug entpuppt sich als Museumsstück | BR24

© dpa - Bildfunk

Bartmannskrüge mit dem namengebenden Relief eines bärtigen, männlichen Gesichts.

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    Münchner Flohmarkt-Krug entpuppt sich als Museumsstück

    Skurriler Rechtsstreit um einen vermeintlich billigen Keramikkrug: Der auf einem Münchner Flohmarkt für fünf Euro erstandene Krug stellte sich später als wertvolle Antiquität aus dem 16. Jahrhundert heraus.

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    Der Streit um einen Keramikkrug vom Flohmarkt hat jetzt die bayerische Justiz beschäftigt. Der Krug mit Zinndeckel war auf einem Münchner Flohmarkt für fünf Euro gekauft worden. Später stellte sich heraus: Das bauchige, braun glasierte Tongefäß war eine Antiquität aus dem 16. Jahrhundert - im Wert von etwa 10.000 Euro.

    Krug - erst verkauft, dann behalten

    Der Flohmarktkäufer, der südlich von München wohnt, hatte den Krug ursprünglich für 1.000 Euro über eine Internetplattform weiterverkaufen wollen. Ein Käufer aus Jülich in Nordrhein-Westfalen kaufte das Stück zu dem Preis - bekam den Krug aber nicht.

    Streit um wertvolle Töpferware

    Da der Oberbayer mittlerweile erkannt hatte, welches kostbare Stück er auf dem Flohmarkt ergattert hatte, wollte er den sogenannten Bartmannskrug aus dem Westerwald nicht mehr hergeben. Der Internetkäufer zog vor Gericht, weil er den Krug, der vermutlich aus der Töpferwerkstatt des bekannten Künstlers Anno Knütgen stammte, unbedingt haben wollte.

    Ende Krug - alles Krug

    Wie das Landgericht München II am Donnerstag berichtete, musste es letztlich doch nicht urteilen. Nach einigem Verhandeln einigten sich die beiden Parteien darauf, dass der Krug nun für 4.000 Euro nach Jülich geht.