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Oberbranddirektor Diplom-Ingenieur Wolfgang Schäuble vor den Türmen der Münchner Frauenkirche
© BR Henning Pfeifer
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Oberbranddirektor Diplom-Ingenieur Wolfgang Schäuble vor den Türmen der Münchner Frauenkirche

Die Münchner Frauenkirche scheint gut geschützt vor einem verheerenden Brand. Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble von der Münchner Feuerwehr erklärte heute die verschiedenen Brandschutzeinrichtungen, die in dem Dom eingebaut worden sind. Zudem finden dort regelmäßig Übungen statt.

Steigleitungen für Löschwasser

Steigleitungen für Löschwasser führen in den beiden knapp 99 Meter hohen Türmen bis ganz nach oben. An den Übergängen zum Dachstuhl befinden sich Wasserauslässe. Darüber hinaus ist der Ausbau einer bereits bestehenden Brandfrüherkennungsanlage geplant. Dabei überwachen Sensoren die Raumluft im Dachstuhl, der weder von unten noch von oben eingesehen werden kann. Elektrische Leitungen, die im Dachstuhl verlaufen, sind mit nicht-brennbarem Material isoliert.

Notfallplan für Kulturgut-Rettung

Um die wichtigsten und wertvollsten Kulturgüter bei einem Brand retten zu können, hat die Feuerwehr außerdem Vorgaben, welche Werke zuerst in Sicherheit gebracht werden sollen. Spezielle Einsatzpläne regeln die Vorgehensweise. Immer wieder finden Begehungen und Übungen statt.

Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt

Die Münchner Frauenkirche ist ein spätgotischer Backsteinbau mit einer Länge von knapp 110 Metern. Geweiht wurde sie am 14. April 1494. Durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde der Münchner Dom an der Ostseite im Bereich des Chors schwer beschädigt, Teile des Dachstuhls und des Gewölbes stürzten ein. Die Instandsetzung dauerte sieben Jahre.

Wolfgang Schäuble, Oberbranddirektor Feuerwehr München

Wolfgang Schäuble, Oberbranddirektor Feuerwehr München

Autoren

Ute RauscherHenning Pfeifer

Sendung

Regionalnachrichten aus Oberbayern vom 16.04.2019 - 18:02 Uhr