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Münchner CSU will E-Scooter einführen | BR24

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© dpa / Nicolas Armer

Ein Mann fährt mit einem E-Roller.

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Münchner CSU will E-Scooter einführen

Sie sind bis zu 25 Stundenkilometer schnell und könnten so manches Verkehrsproblem lösen. Doch in Deutschland sind E-Roller bisher nicht zugelassen. Der Bundesverkehrsminister hat nun eine neue Verordnung auf den Weg gebracht, die das ändern soll.

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Sie sind klein, häufig klappbar und mit Stromantrieb unterwegs: E-Scooter, mit denen man in der Stadt schnell von A nach B kommen kann, sollen künftig auch in Deutschland erlaubt sein. Die neue Verordnung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer soll noch in diesem Frühjahr in Kraft treten. Davor muss sie noch durch den Bundesrat.

Vorschriften für den Einsatz von E-Rollern

Weil die Roller einen elektrischen Antriebsmotor haben, gelten sie als Kfz. Das erfordert eine Reihe von Vorschriften, die Scheuer nun in einer geplanten Verordnung zur üblichen Prüfung an die EU-Kommission geschickt hat. In den konkreten Anforderungen geht es um sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge, die zwischen 6 und 20 km/h fahren dürfen. Sie brauchen eine Haftpflichtversicherung samt Versicherungsaufkleber mit Anti-Fälschungs-Hologramm – hinten am Fahrzeug angebracht. Roller, die weniger als 12 km/h fahren, dürfen auf Geh- und gemeinsamen Geh- und Radwegen fahren. Sie sollen bereits für Jugendliche ab 12 Jahren erlaubt sein. Schnellere Gefährte dürfen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr gefahren werden. Sie gehören auf den Radweg. Eine Mofa-Prüfbescheinigung oder eine Helmpflicht sind bisher nicht vorgesehen.

Passend zu Scheuers Vorstoß fordert die CSU im Münchner Rathaus, die Landeshauptstadt solle nun Vorreiter bei E-Scootern werden. Einen entsprechenden Antrag dazu hat sie in den Stadtrat eingebracht.

CSU: Stadt soll Kauf von E-Rollern fördern

Die E-Scooter sind so handlich, dass man sie ohne Probleme auch in den Bus oder die Tram mitnehmen kann. Deswegen eigneten sie sich besonders für den Weg vom Bahnhof zum jeweiligen Ziel, schreibt die Münchner CSU in ihrem Stadtratsantrag. Darin fordert sie, dass die Stadt den Kauf von E-Scootern genauso vorantreibt, wie sie es schon bei Elektrofahrrädern macht. Außerdem soll München als eine der ersten Städte in Deutschland die Ansiedelung von Anbietern privater Miet-Scooter fördern.

Unfälle mit E-Rollern in Neuseeland und der Schweiz

E-Scooter haben eine Reichweite von rund 30 Kilometern und können bis zu 25 Stundenkilometer schnell werden. Weltweit sind die E-Roller stark im kommen. Allerdings gibt es auch Probleme. In Neuseeland und der Schweiz kam es mit den E-Rollern eines Anbieters zu zahlreichen Unfällen wegen defekter Bremsen.