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Seit einer Woche feiert München die "Pride Week". Das Wochenende soll der Höhepunkt der Aktionswoche zum Christopher-Street-Day sein. Eine Parade wird es coronabedingt nicht geben, dafür haben die Veranstaltenden aber viele andere Ideen.

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Münchner Christopher Street Day am Wochenende: Party ohne Parade

Seit einer Woche feiert München die "Pride Week". Das Wochenende soll der Höhepunkt der Aktionswoche zum Christopher Street Day sein. Eine Parade wird es coronabedingt nicht geben, dafür haben die Veranstaltenden aber viele andere Ideen.

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Von
  • Susanne Hagenmaier

Regenbogenfähnchen an den Trambahnen und Bussen, Flaggen an den städtischen Bädern, Aktionen und Veranstaltungen: Schon die ganze Woche feiern Vereine, Gruppen und Initiativen aus der Community sexueller Minderheiten (LGBTIQ*) in München die "Pride Week". Sie wollen damit auf ihre Rechte aufmerksam machen und für Toleranz und Gleichberechtigung demonstrieren.

Höhepunkt der Feierwoche zum Christopher-Street-Day ist üblicherweise die Parade, doch die muss diesmal – wie schon 2020 – wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Gefeiert wird trotzdem – dann eben anders.

Veranstaltungen in der Stadt und im Netz

Am Freitagabend und am Samstagvormittag gibt es einen Livestream aus dem Kulturzentrum "Bellevue di Monaco" mit Musik, Interviews und Mitmachaktionen. Wer lieber in der Stadt als im Netz unterwegs ist, kann am Samstag die "CSD Kulturbühne" auf der Theresienwiese besuchen und Musik erleben. Am Samstagvormittag und am Sonntagabend finden außerdem Gottesdienste in der St.-Pauls-Kirche statt.

Demo ohne Parade

Die große, bunte Parade muss heuer wegen der Corona-Pandemie erneut ausfallen. Stattdessen verteilen sich die teilnehmenden Vereine und Organisationen am Samstag um 12 Uhr an knapp 70 Orten in der Münchner Innenstadt und demonstrieren in kleinen Gruppen für ihre Rechte. Neu im Programm ist außerdem die Radl-Demo am Sonntag: Ab 13 Uhr fahren etwa 100 Teilnehmende auf fünf Routen auf die Stadtmitte zu.

Jetzt leuchtet das Stadion

Ein besonderes Highlight – und für manche sicher eine Genugtuung – wird die Beleuchtung der Allianz Arena sein. Nachdem der europäische Fußballverband die Regenbogen-Beleuchtung während des Spiels der Deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn noch verboten hatte, werden am Samstag ab 21 Uhr die bunten Lichter angehen. Der FC Bayern hatte am Dienstag bekannt gegeben, damit wie bereits in den vergangenen Jahren "ein weltweit sichtbares Zeichen für Toleranz sowie gegen Homophobie und Diskriminierung jeder Art" setzen zu wollen.

Party mit ernstem Hintergrund

Auch wenn die Parade fehlt und die Veranstaltungen nur online oder mit Einschränkungen stattfinden konnten und können: Der Christopher-Street-Day findet jedenfalls statt. "München ist eine bunte, eine vielfältige Stadt. Hier kann man gut leben, ganz egal, wen man liebt", sagte Katrin Habenschaden, Münchens Zweite Bürgermeisterin, in einer Mitteilung. Aber Toleranz sei noch keine Akzeptanz – und deshalb brauche es den CSD und die Unterstützung dafür bis heute.

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In München wird der Christopher Street Day gefeiert - der Tag, an dem Homosexuelle und Transpersonen für Toleranz und gleiche Rechte werben. Eine große Parade gab es wegen Corona nicht. Aktionen gab es trotzdem.

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