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Corona: Kein Münchner Christkindlmarkt, kein Faschingstreiben | BR24

© BR/Birgit Grundner

Der Traum vom Münchner Christkindlmarkt ist geplatzt. Die Stadtspitze hat wegen Corona alle Weihnachtsmärkte in München abgesagt. Auch Faschingsauftakt auf dem Viktualienmarkt und Faschingstreiben fallen aus. Das Ansteckungsrisiko ist zu hoch.

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Corona: Kein Münchner Christkindlmarkt, kein Faschingstreiben

Der Traum vom Münchner Christkindlmarkt ist geplatzt. Die Stadtspitze hat wegen Corona alle Weihnachtsmärkte in München abgesagt. Auch Faschingsauftakt auf dem Viktualienmarkt und Faschingstreiben fallen aus. Das Ansteckungsrisiko ist zu hoch.

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Von
  • Matthias Lauer
  • Birgit Grundner

Aus dem Münchner Christkindlmarkt am Marienplatz wird heuer nichts. Beginnen sollte er eigentlich am 23. November. Aufgrund der coronabedingten Abstandsregeln war geplant, dass er sogar mehr Platz bekommt. Heute Nachmittag aber hat die Stadtspitze den Christkindlmarkt abgesagt. Auch die Weihnachtsmärkte in den Stadtvierteln können nicht stattfinden.

Vorher war der Stab für außergewöhnliche Angelegenheiten im Münchner Rathaus zu dem Schluss gekommen, dass das Ansteckungsrisiko für Besucher und Schausteller derzeit zu hoch ist.

"Ich hätte uns allen gewünscht, dass wir dieses so belastende Jahr wenigstens mit dem traditionellen Christkindlmarkt hätten ausklingen lassen können. Aber schweren Herzens müssen wir mit Blick auf das Infektionsgeschehen die Christkindl- und Weihnachtsmärkte leider absagen." Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter

Reiter zufolge müsse Kontaktbeschränkung jetzt oberste Priorität haben. Für die Beschicker bringe die Absage wenigstens Klarheit statt einer noch tage- oder wochenlangen Hängepartie, so der Oberbürgermeister.

Münchner Fasching fällt aus bzw. geht online

Der Faschingsauftakt am 11.11. mit der Narrhalla auf dem Viktualienmarkt und das Faschingstreiben am Faschingsdienstag mit dem Tanz der Marktweiber wurden ebenfalls am Nachmittag abgesagt.

Die Faschingsgesellschaft Narhalla erklärte am Freitagabend in einer Pressemitteilung, sie könne die Entscheidung zur Absage von Faschingsauftakt am 11.11. und Faschingstreiben am Faschingsdienstag nachvollziehen, trage sie mit, halte aber trotzdem auch an der Durchführung des Faschings fest. Er werde kleiner und gemütlicher und oft auch online stattfinden. So werde am 11.11. das offizielle Faschingsprinzenpaar der Landeshauptstadt München eben nicht auf dem Viktualienmarkt, sondern "diesmal komplett online bei Facebook, Instagram und auf diversen Homepages präsentiert". Auch andere traditionelle Veranstaltungen, wie die Verleihung des "Sigi Sommer Taler Kunst- und Kabarettpreises" im November müssten erst einmal auf das kommende Frühjahr verschoben werden, so die Narhalla.

Wenigstens eine gute Nachricht verkündete Münchens Oberbürgermeister am Freitag: Der Parteiverkehr der Münchner Stadtverwaltung wird im bisherigen Umfang aufrechterhalten.

Immer mehr Münchner infizieren sich mit Corona

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärte, dass auch in München die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten in den vergangenen Wochen "sprunghaft angestiegen" sei - "so sehr, dass es für unser Gesundheitsamt nahezu unmöglich wird, alle Infektionsketten nachzuverfolgen und Menschen, die positiv getestet sind und deren Kontaktpersonen, schnellst möglich in Quarantäne zu schicken".

Oberbürgermeister richtet Appell an alle in München

Die Zahl der Corona-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, steige ebenfalls wieder, so Reiter weiter: "Deshalb ist es so wichtig, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu reduzieren." Reiter rief bereits gestern die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich und andere mit den neuen Corona-Maßnahmen zu schützen, die er als "bitter", aber notwendig bezeichnet. Dazu könnten alle einen Beitrag leisten. Alleine von gestern auf heute haben sich in der Landeshauptstadt 348 Menschen neu infiziert. Die Inzidenzzahl in München liegt bei fast 130.

Viele andere Christkindlmärkte in Oberbayern abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie finden unter anderen die Christkindlmärkte in Rosenheim, Erding, Tegernsee und Traunstein nicht statt. Die Verantwortlichen glauben, dass eine kurzfristige Entspannung der Lage derzeit nicht zu erwarten ist. Vielerorts wurde aber ein Alternativprogramm organisiert, das den Bürgern auf digitalem Weg die Weihnachtsstimmung nach Hause bringen soll. Außerdem werden viele Innenstädte in Oberbayern wie jedes Jahr mit Lichterketten und glitzernden Bäumen geschmückt.

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