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Münchner BMW-Stammwerk schließt wegen Umstellung auf E-Autos | BR24

© picture alliance-dpa/Waltraud Grubitzsch

In einem BMW-Werk laufen die Karosserien der 3er-Modelle auf Bändern oberhalb der Büroetage in die Lackiererei (Symbolbild)

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    Münchner BMW-Stammwerk schließt wegen Umstellung auf E-Autos

    BMW macht sein Stammwerk in München im Sommer sechs Wochen dicht. In dieser Zeit wird es für den Bau des neuen, vollelektrischen BMW i4 umgerüstet, der nächstes Jahr in Serie gehen soll. Das Unternehmen will bei der Produktion mehrgleisig fahren.

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    Die deutsche Automobilbranche schwächelt. So haben die Autohersteller hierzulande im vergangenen Jahr neun Prozent weniger Fahrzeuge produziert, das sind so wenig wie zuletzt 1997. Wie das "manager magazin" heute weiter meldet, wurden im gesamten Jahr 2019 knapp 4,7 Millionen Autos hergestellt. Vor allem beim Export sind die Verkaufszahlen zurückgegangen. Was in Deutschland im vergangenen Jahr besonders gefragt war: Stadtgeländewagen (SUV) und Autos mit klimaschonenden Antrieben. Deshalb hat BMW reagiert.

    BMW bringt Stammwerk in München auf Vordermann

    Im Sommer schließt BMW sein Münchner Stammwerk für sechs Wochen. Währenddessen werden die Fertigungsanlagen umgerüstet. Denn im nächsten Jahr soll hier der neue vollelektrische BMW i4 gebaut werden und in Serie gehen, so das Unternehmen heute. Künftig will BMW je nach Entwicklung der Nachfrage Verbrenner, Elektro- oder Hybridfahrzeuge auf einem Band bauen.

    Tausende BMW-Mitarbeiter sollen Urlaub machen

    Rund 6.000 der 7.800 Mitarbeiter im Stammwerk werden während der bayerischen Schulferien von 27. Juli bis 7. September in die Ferien geschickt. Die Arbeitszeitkonten könnten auch weit ins Minus gehen, erklärte der Sprecher. Jedes Werk schließe jedes Jahr für Wartung und Umrüstungen einige Wochen, in München aber jetzt etwas länger. Nur die 1.700 Mitarbeiter des Motorenwerks, die für das weltweite Werksnetz täglich rund 2.000 Motoren bauen, arbeiten weiter.

    Auto-Produktion im Minutentakt

    In München laufen ständig Autos der 3-er und 4-er-Reihen vom Band. Geplante Produktionspausen seien aber kein Problem. "Wir produzieren nicht auf Halde", sagte Wienstroth. Der 3er wird auch in Mexiko und China gebaut.

    Nächstes Projekt für München: Bau des Elektro-Coupé i4

    In gut einem Jahr soll in München auf denselben Linien auch das viertürige Elektro-Coupé i4 produziert werden. Dafür müssen mehr als 1.000 Roboter im Karosseriebau und in der Montage umgebaut werden. Die E-Motoren für den i4 kommen aus Dingolfing, wo ebenfalls 2021 das neue Flaggschiff des Konzerns, der vollelektrisch und hochautonom fahrende SUV iNext, in Serie gehen soll.