BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Münchens OB Reiter hält die von der Staatsregierung festgesetzte Zahl von 14.000 Zuschauern bei Fußball-EM-Spielen in der Landeshauptstadt für vertretbar. Irritiert habe ihn aber, dass so spät darüber entschieden worden sei, sagte er im BR-Interview.

63
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Münchens OB Reiter: Entscheidung über EM-Publikum kam spät

Münchens OB Reiter hält die von der Staatsregierung festgesetzte Zahl von 14.000 Zuschauern bei Fußball-EM-Spielen in der Landeshauptstadt für vertretbar. Irritiert habe ihn aber, dass so spät darüber entschieden worden sei, sagte er im BR-Interview.

63
Per Mail sharen
Von
  • Johannes Marchl
  • Birgit Harprath

Am gestrigen Freitag hat die Bayerische Staatsregierung ihre Entscheidung bekannt gegeben: Rund 14.000 Fans dürfen pro Spiel bei der Fußball-Europameisterschaft, die in der kommenden Woche startet, in die Münchner Allianz Arena. Am 15. Juni wird die deutsche Nationalmannschaft im ersten Gruppenspiel gegen Weltmeister Frankreich antreten.

Reiter: "Für die Veranstalter eine echte Herausforderung"

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), hält die Zahl von 14.000 Zuschauern für vertretbar. Allerdings macht er im Bayern 2-Interview eine Einschränkung. "Was mich etwas irritiert hat, ist, dass die Entscheidung so spät gefallen ist. Das ist für die Veranstalter eine echte Herausforderung, noch Karten zu drucken, zu vertreiben und so weiter." Die Inzidenz sei seit Wochen stabil unter 50 gewesen. "Man hätte, glaub ich, schon etwas früher entscheiden können", so Reiter.

Gäste über die Stadt verteilen

Die Landeshauptstadt werde sich vermutlich auch auf Fans einstellen müssen, die ohne Besitz von Karten nach München kommen werden, betonte der Oberbürgermeister. "Dann müssen wir dafür sorgen, dass zum Beispiel in den Public Viewing Areas, also in den Gaststätten, auch relativ breit ein öffentliches Public Viewing möglich ist, wodurch sich die Gäste über die Stadt verteilen."

Das habe bei den zurückliegenden Europameisterschaften und den Weltmeisterschaften auch gut funktioniert. Reiter ergänzte: "Ich gehe aber davon aus, dass die Dimension ungleich geringer ist. Aber darüber werden wir mit der Polizei, die mit der späten Festlegung auch ein gewisses Problem hat, auch noch einmal intensiv sprechen, wie wir das hinbekommen, dass wir die Gäste gleich begleiten - dort wo sie ankommen."

20 Prozent Auslastung auch bei anderen Veranstaltungen denkbar

14.000 Zuschauer in der Allianz Arena entsprechen einer Belegung von rund 20 Prozent. Eine ähnliche Kapazitätsregelung bei der Publikumszahl hätte sich Reiter auch bei anderen Veranstaltungen als nun bei der EM gewünscht.

Als Beispiele nannte Reiter neben Fußballspielen den Auftritt einer Band oder Kabarett. Bei einer Open Air-Veranstaltung sollten 20 Prozent der Kapazität möglich sein, "wenn bestuhlt wird und die Abstände eingehalten werden können", so der Vorschlag Reiters. "Das wäre etwas, was man pauschaler regeln könnte und uns als Kommunen nicht jedes Mal vor die Frage stellen würde, was dürfen wir tun und was nicht."

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!