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Dieses Jahr dürfen Münchner Wirte darauf hoffen, dass sie auf ihre Terrassen Heizstrahler stellen können. Auch die Grünen wollen zustimmen.

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München will Wirten im Corona-Jahr Heizstrahler erlauben

Elektrische Heizstrahler auf Terrassen haben einen schlechten Ruf, sie verbrauchen jede Menge Energie und die Wärme verpufft schnell. München ist beim Einsatz streng, aber dieses Jahr könnten sogar die Grünen für die Gastronomie eine Ausnahme machen.

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Von
  • Katharina Heudorfer
  • Anton Rauch

Sie sind so beliebt wie umstritten: Heizstrahler und Heizpilze geben Wärme, wenn es draußen kalt ist. Aber sie verbrauchen viel Strom und gelten damit als besonders klimaschädlich. Viele Städte erlauben sie nur im Privatbereich. Aber Wirte, denen viel Geschäft wegen der Coronamaßnahmen weggebrochen ist, hoffen auf eine Erlaubnis für ihre Terrassen. Viele Menschen scheuen sich, in die Innenräume zu gehen, aber sie setzen sich gerne auf die zum Teil in den Straßenraum erweiterten Terrassen der Lokale.

CSU und SPD sind schon länger für eine Erlaubnis der Heizstrahler

Heuer finden die Wirte im Rathaus Gehör: Auch die Münchner Grünen-Stadtratsfraktion will elektrische Heizstrahler für diesen Winter ausnahmsweise erlauben. Für so eine befristete Sondergenehmigung hatten sich die SPD und CSU-Stadtratsfraktionen schon vor Wochen ausgesprochen.

Grüne drehen bei und drücken dieses Jahr beim Strom ein Auge zu

Anfang der Woche entschieden auch die Grünen in ihrer Fraktionssitzung, elektrische Heizstrahler zu gestatten. Damit will man den Münchner Gastromoniebetrieben in der wegen Corona schwierigen wirtschaftlichen Lage über den Winter helfen. Denn Außengastronomie hat einen entscheidenden Vorteil: Hier gilt die Gefahr sich mit Corona anzustecken als geringer. Grünen Bürgermeisterin Katrin Habenschaden stellte jedoch klar, dass gasbetriebene Heizpilze weiter verboten bleiben sollen.

Hotel- und Gaststättenverband will auch Gasstrahler einsetzen

Das kritisiert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA, denn gasbetriebene Heizer seien flexibler einsetzbar. Außerdem hätten viele Gastrobetriebe diese schon im Bestand und müssten dagegen elektrische erst neu anschaffen.

Die Erlaubnis für die strombetriebenen Heizstrahler dürfte kommen

Grundsätzlich begrüßt der DEHOGA aber die Erlaubnis von Heizstrahlern. Die endgültige Entscheidung dazu fällt aber erst Ende September im Kreisverwaltungsausschuss der Stadt München. Da ein einfacher Mehrheitsbeschluss genügt, gilt die Erlaubnis als fast sicher.

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Kaum einen Wirtschaftszweig hat Corona so getroffen wie die Gastronomie. In den vergangenen Monaten erlitt die Branche Milliardenverluste, viele Betriebe bangen um ihre Existenz - und ihnen graut vor dem Herbst.

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