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München unter Corona-Warnwert von 50: Schärfere Regeln bleiben | BR24

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In München ist die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus neu Infizierten unter den kritischen Grenzwert von 50 je 100.000 Einwohner gesunken, auf nun 45,1. Die neue Regeln gelten dennoch bis 1. Oktober, so ein Stadtsprecher.

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München unter Corona-Warnwert von 50: Schärfere Regeln bleiben

In München ist die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus neu Infizierten unter den kritischen Grenzwert von 50 je 100.000 Einwohner gesunken, auf nun 45,1. Die neue Regeln gelten dennoch bis 1. Oktober, so ein Stadtsprecher.

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Die Maskenpflicht in der Münchner Innenstadt und die Einschränkungen bei Treffen bleiben bestehen, auch wenn die 7-Tage-Inzidenz derzeit wieder unter dem Schwellenwert 50 liegt (45,12). Das hat ein Sprecher der Stadt soeben dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Die entsprechende Allgemeinverfügung gelte wie geplant bis 1. Oktober. Daran werde aufgrund von aktuellen Entwicklungen auch nichts geändert, so der Sprecher.

München hatte am Mittwoch eine Allgemeinverfügung erlassen, da die Landeshauptstadt über mehrere Tage die 7-Tage Inzidenz von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner überschritten hatte.

Maskenpflicht in Innenstadt

Wer ab heute in die Münchner Innenstadt will, muss neue Regeln beachten: Ab sofort gilt dort an vielen Stellen eine Maskenpflicht. Es ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen die bayerischen Landeshauptstadt die Corona-Pandemie eindämmen will. Die Regel gilt immer von neun bis 23 Uhr. Konkret betrifft sie die Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Schützenstraße, den Stachus und den Marienplatz, die Sendlinger Straße samt Sendlinger-Tor-Platz, den Viktualienmarkt und alle Gehwege im Tal. Von der Maskenpflicht befreit sind nur Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und diejenigen, die wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Allen anderen droht bei Verstößen ein Bußgeld von 250 Euro.

Einschränkungen bei Treffen und privaten Feiern

Außerdem gibt es Einschränkungen bei Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie. Erlaubt sind an ein- und demselben Tisch nur noch Angehörige des eigenen oder eines weiteren Hausstands, Partner, Verwandte "in gerader Linie", Geschwister oder Gruppen von bis zu fünf Personen. Bisher waren zehn zulässig.

Strengere Regeln treten auch für private Feiern wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen in Kraft: Daran dürfen in geschlossenen Räumen maximal 25 Menschen teilnehmen (bisher 100), im Freien höchstens 50 (bisher 200). Voraussetzung ist jeweils, dass der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen kann.

Alkoholverbot für Hotspots am Wochenende

Für die fünf bereits bekannten Party-"Hotspots" in München wird am Wochenende erneut ein nächtliches Alkoholverbot ausgesprochen. Das gilt für den Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie in den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke. In den Nächten auf Samstag und Sonntag darf dort zwischen 23 und sechs Uhr kein Alkohol mehr im öffentlichen Raum getrunken werden, der Verkauf von Alkohol "to go" ist - auch in der näheren Umgebung - bereits ab 21 Uhr verboten. Bei Verstößen können Bußgelder von mindestens 150 Euro (Konsum) bzw. 500 Euro (Verkauf) fällig werden.

Lage an Schulen

An den Schulen der Landeshauptstadt München bleibt es bei der bisherigen Regelung des 3-Stufen-Plans, dass, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ein Mund-Nasen-Schutz erst ab der 5. Jahrgangsstufe getragen werden muss, auch wenn der Inzidenz-Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche überschritten wird. Grundschüler brauchen im Unterricht weiterhin keine Maske: "Eine 7-Tage-Inzidenz von 50 löst nicht automatisch das Ausrufen der Stufe 3 (rote Phase) aus", teilte das Bildungsreferat der Stadt München dem BR auf Anfrage mit, vielmehr entscheide die kommunale Gesundheitsbehörde "immer im Hinblick auf das konkrete Infektionsgeschehen".

💡 Was bedeutet Sieben-Tage-Inzidenz?

Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt. In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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