| BR24

 
 

Bild

Leere U-Bahn.
© MVG

Autoren

Matthias Lauer
Erik Häußler
Birgit Grundner
© MVG

Leere U-Bahn.

"Dass es mich erregt hat, stimmt nicht - ansonsten ist es die Wahrheit", sagte er nach Verlesung der Anklageschrift. Er habe bis heute keine Erklärung, warum er es getan habe,  so der 58-Jährige weiter, er sei "wie ferngesteuert" gewesen. Die Frau habe aber zum Ausdruck gebracht, dass es "ihr gefällt".  Nach der Tat hat der Mann von sich aus gekündigt, wohl um einer Entlassung zuvor zu kommen. Er ist jetzt arbeitslos.

Videoaufnahme zeigt Vergewaltigung

Der U-Bahnfahrer soll die Frau nach einem Kontrollgang entdeckt haben. Sie hatte offenbar die letzte Haltestelle verschlafen und war mit der U-Bahn in die Wendeschleife gefahren. Was dann passierte, hat eine Videokamera aufgezeichnet. Laut Staatsanwaltschaft hat der U-Bahnfahrer der 18-Jährigen mehrfach unter die Kleidung gegriffen und sie vergewaltigt.

Betrunkene versucht sich zu verteidigen

Die Frau soll zwar wiederholt versucht haben, den Mann wegzustoßen, soll dann aber jedes Mal wieder weggenickt sein, weil sie so betrunken war. Nach acht Minuten fuhr die Bahn wieder los, erst dann soll der 58-Jährige von der Frau abgelassen haben.

Nach dem Vorfall bot die die MVG der Vergewaltigten an, einmal kostenlos mit der Party-Tram zu fahren.

Das Urteil wird noch heute erwartet. Bei einer Verurteilung droht dem U-Bahnfahrer eine längere Gefängnisstrafe.