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"Flex-Parken" in München – ein bundesweit einmaliges Experiment | BR24

© BR/Michael Weberpals

Die Stadt München startet einen bundesweit einmaligen Pilotversuch. Beim "Flex-Parken" wechseln sich Fahrräder und Autos auf speziellen Parkplätzen vor der TU ab. Tagsüber stehen hier Radl, nachts Autos. Vorbild für dieses Experiment ist Dänemark.

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"Flex-Parken" in München – ein bundesweit einmaliges Experiment

Die Stadt München startet einen bundesweit einmaligen Pilotversuch. Beim "Flex-Parken" wechseln sich Fahrräder und Autos auf speziellen Parkplätzen vor der TU ab. Tagsüber stehen hier Radl, nachts Autos. Vorbild für dieses Experiment ist Dänemark.

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So ist der Plan fürs "Flex-Parken": Auf einer speziell gekennzeichneten Fläche vor der Technischen Universität an der Kreuzung Luisenstraße / Gabelsbergerstraße dürfen von 9 bis 23 Uhr künftig nur Fahrräder abgestellt werden. Die Radl müssen aber spätestens um 23 Uhr verschwunden sein, damit die Nacht über Anwohner dort ihre Autos parken können – und das bis maximal 9 Uhr früh.

Erfolgsmodell aus Dänemark

Nach Ansicht von Stadtbaurätin Elisabeth Merk will man sich so der Parksituation an der Uni flexibel anpassen. Vorbild für das Münchner Pilotprojekt ist Dänemark.

💡 Was genau ist "Flex-Parken"?

Dänemark ist Vorreiter im "Flex-Parken". Die Kommune Kopenhagen, in der täglich viele Fahrradfahrer unterwegs sind, hat das Konzept in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Firma Atkins entwickelt. Gibt es zum Beispiel vor Schulen oder Universitäten in Wohngebieten zeitlich versetzte Parkbedürfnisse von Radlern und Autofahrern, werden Zonen fürs "Flex-Parken" eingerichtet. Die ursprünglich für das Abstellen von Autos vorgesehene Fläche wird dafür mit einem Logo und einem farbigen Text auf dem Asphalt markiert. Zusätzlich werden Parkschilder aufgestellt, die anzeigen, wann Autos und Fahrräder hier parken dürfen – in Dänemark inzwischen ein bewährtes Konzept, um Parkfläche optimal auszunutzen. (Erklärt von Veronika Beer, BR24-Nachrichten)

Bis zu zwei Jahren wird "Flex-Parken" getestet

In München wollen die Verantwortlichen die flexible Regelung für das zeitlich abwechselnde Abstellen von Fahrrädern und Autos auf der gleichen Parkfläche bis zu zwei Jahre testen. Danach sollen ihre Erfahrungen zu "Flex-Parken" dann dem Stadtrat präsentiert werden.