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München: Stadtrat will konkretere Planungen für Radschnellweg | BR24

© dpa-Bildfunk

Verkehrsschild für einen Radschnellweg

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München: Stadtrat will konkretere Planungen für Radschnellweg

Der Planungsausschuss im Münchner Stadtrat hat grünes Licht für weitere Planungen eines Radschnellwegs erteilt. Die Kosten für die rund neun Kilometer betragen rund 24 Millionen Euro.

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Die von einem Gutachterbüro empfohlene rund neun Kilometer lange und drei Meter breite Variante soll von der Innenstadt in den Münchner Nordern verlaufen. Genauer: vom Stachus über die Brienner Straße zum Odeonsplatz und dann über Ludwig- und Leopoldstraße in den Münchner Norden und weiter über die Ingolstädter Landstraße bis zur Stadtgrenze führen. Die Kosten könnten sich auf über 24 Millionen Euro belaufen. Es gibt aber Zuschüsse, falls bestimmte Kriterien wie die Breite von drei Metern und eine durchschnittliche Fahrtgeschwindigkeit von mindestens 20 Stundenkilometern eingehalten werden.

Wieviel Vorrang soll dem Rad vor dem Auto eingeräumt werden?

Die Rathaus-CSU kritisierte, dass durch den Bau auf der Leopoldstraße 800 Parkplätze wegfallen würden, die dann den Druck auf die umliegenden Straßen erhöhten. Oberbürgermeister Reiter verwies darauf, dass sich eigentlich alle Fraktionen des Stadtrates dafür ausgesprochen hätten, den Straßenraum neu zu verteilen und dem Rad mehr Platz einzuräumen. Weniger Autos bedeuteten auch eine höhere Lebensqualität für die Menschen in der Stadt, so Reiter.

Radl kontra Busse?

Auf dem geplanten Radschnellweg könnte den Fahrradfahrern Vorrang bei den Ampeln gegeben werden. Damit jedoch, kritisierte die CSU, würden Busse, die als sehr effizientes und effektives ÖPNV Mittel gelten, auf der Strecke ausgebremst. Oberbürgermeister Dieter Reiter meinte, dass ein Radschnellweg nicht den öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigen dürfe und man deswegen an dieser Stelle dringend eine kreative Lösung brauche.

Stimmt die Vollversammlung zu, können die Planungen beginnen

Bis der Radschnellweg gebaut wird, dauert es aber noch. Wird der Beschluss in der Vollversammlung nächste Woche bestätigt, wird erstmal das städtische Baureferat mit konkreteren Planungen beauftragt.