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Polizei Symbolbild
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Henning Pfeifer
Oliver Bendixen
Peter Solfrank
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Demnach hat ein 15-jähriges Mädchen Ende September angegeben, in mehreren Münchner Wohnungen von insgesamt sechs jungen Afghanen sexuell missbraucht worden zu sein. Das Mädchen soll einzeln an verschiedenen Tagen von den jungen Männern missbraucht worden sein. Möglicherweise ist das Mädchen so eingeschüchtert worden, dass es dem Drängen der Männer nachgekommen ist.

Bei einem der Männer handelt es sich nach Informationen des BR-Polizeiexperten Oliver Bendixen um den Ex-Freund des Mädchens.

Nicht mit dem Freiburger Fall vergleichbar

Anhaltspunkte dafür, dass die Schülerin in den Wohnungen festgehalten wurde, gibt es keine - und auch keine Hinweise darauf, dass es so etwas wie eine Gruppenvergewaltigung gab. Das Geschehen sei deshalb nicht mit dem Fall in Freiburg vergleichbar, so BR-Polizeiexperte Oliver Bendixen.

Fünf Verdächtige in einer Blitzaktion verhaftet

Die Umstände, die das Mädchen gegenüber der Polizei schilderte, wertet die Staatsanwaltschaft nach dem vor zwei Jahren geänderten Sexualstrafrecht als Vergewaltigung. Darauf erließ ein Münchner Ermittlungsrichter sechs Haftbefehle gegen die anerkannten Asylbewerber im Alter von 20 und 25 Jahren.

Fünf von ihnen konnten von der Polizei in einer Blitzaktion innerhalb weniger Stunden festgenommen werden. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Nach dem sechsten namentlich bekannten Afghanen wird noch gefahndet.

Tatverdächtige sprechen von "einvernehmlichem" Sex

Die Tatverdächtigen haben nach BR-Informationen in den Vernehmungen entweder geschwiegen oder angegeben, der Sex mit der Jugendlichen sei einvernehmlich gewesen. Nun muss geprüft werden, wie glaubwürdig die Angaben des Mädchens sind.

Dazu, dass der Fall erst jetzt bekannt wurde, sagt die Münchner Staatsanwaltschaft laut Bendixen, dass es laufende Ermittlungen gegeben habe, die man nicht stören wollte.

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Nachrichten vom 30.10.2018 - 18:00 Uhr