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München verschärft Kontaktbeschränkungen wegen Corona | BR24

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München will die Hygienemaßnahmen verschärfen. Sollten am kommenden Mittwoch die Corona-Neuinfektionen weiterhin über 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegen, ist auch eine Maskenpflicht auf bestimmten Plätzen vorgesehen.

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München verschärft Kontaktbeschränkungen wegen Corona

Die Stadt München reagiert auf die hohen Corona-Zahlen: In Gastronomie und im öffentlichen Raum sollen sich ab Donnerstag statt zehn nur noch fünf Menschen treffen dürfen. Die maximalen Teilnehmerzahlen für private Feiern werden deutlich reduziert.

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Nachdem die Stadt München bereits seit Ende vergangener Woche die Obergrenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) überschritten hat, hat der Corona-Krisenstab der Landeshauptstadt eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen beschlossen.

Falls die Zahlen so hoch bleiben, ist für Mittwoch eine neue Allgemeinverfügung geplant, wie Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in München sagte: Ab Donnerstag dürften sich in München dann sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur noch fünf Menschen oder Angehörige zweier Haushalte treffen.

Maskenpflicht an bestimmten Orten

An privaten Feiern - zum Beispiel Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen - dürfen laut Reiter in geschlossenen Räumen nur noch 25 Menschen teilnehmen, im Freien 50 Menschen. Für kulturelle oder Sport-Veranstaltungen gilt diese Reduktion nicht.

Darüber hinaus wird es nach Angaben des Oberbürgermeisters eine Maskenpflicht an bestimmten öffentlichen Orten geben: auf dem Viktualienmarkt, dem Marienplatz und der Sendlinger Straße. Das gelte dann sowohl im Gehen und Stehen als auch im Sitzen. Geltungsdauer der Regeln solle jeweils sieben Tage sein, erläuterte Reiter.

Markus Söder "sehr besorgt"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Vormittag, die Lage in München bereite ihm große Sorgen. Er stehe in engem Austausch mit Oberbürgermeister Reiter. Als mögliche Reaktion auf den Anstieg nannte er eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, Alkoholverbote sowie weitere Beschränkungen für private Feiern. Das bayerische Kabinett will sich am Dienstag mit einer Verschärfung der Regeln befassen.

Sieben-Tage-Inzidenz seit Freitag über 50

Die Stadt hatte bereits am Freitag die Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner überschritten, ab der weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden sollen. Am Samstag und Sonntag stieg diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz weiter. Derzeit liegt sie laut Reiter bei 55,9.

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