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IC-Unfall in München: Gebrochene Kupplung als Ursache | BR24

© Bundespolizei

Der aufgefahrene Zug bei München-Allach

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    IC-Unfall in München: Gebrochene Kupplung als Ursache

    Bei einer Messfahrt am Mittwoch westlich von München-Allach war ein leerer Intercity auf zwei gekoppelte Loks aufgefahren. Eine Lok entgleiste, zwei Bahnmitarbeiter wurden leicht verletzt. Nun hat die Bundespolizei die direkte Ursache ermittelt.

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    Bei dem Zugunfall westlich von München-Allach waren am Mittwoch zwei Bahnmitarbeiter leicht verletzt worden. Wie ein Bahnsprecher am Karfreitag mitteilte, ist während einer Messfahrt an dem Zugverband aus zwei Lokomotiven und einem angekoppelten Intercity ein Kupplungsbolzen gebrochen. Fahrgäste waren nicht an Bord. Es entstand ein Millionenschaden.

    Luftkupplungsschläuche gerissen - Lok entgleist

    Die gebrochene Kupplung hatte laut Bundespolizei die beiden Lokomotiven mit dem Intercity verbunden. Nachdem der Bolzen gebrochen war, fuhren die beiden Zug-Loks voraus, dahinter der Intercity. Durch das Reißen der sogenannten Luftkupplungsschläuche kommt es zu einem Druckverlust innerhalb des Bremssystems. Dadurch sei es bei den beiden Lokomotiven sowie beim abgekoppelten Intercity zu einer maschinell eingeleiteten Schnellbremsung gekommen.

    IC hatte längeren Bremsweg

    Weil die beiden Loks aber wegen ihres leichteren Gewichts schneller zum Stehen kamen, krachte der Intercity auf die hintere Lokomotive, hieß es. Dabei schob sich die Front des IC unter das Heck der zweiten Lokomotive, wodurch das Drehgestell der beiden hinteren Achsen aus den Schienen gehoben wurde und die Lok entgleiste. Die erste Lokomotive blieb in der Spur.

    Ermittlungen dauern an

    Ein 36-jähriger Lokführer kam mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in eine Klink, ein weiterer Bahnmitarbeiter klagte über Rückenbeschwerden. Am Unfallort "Eschenrieder Spange" wurden Ermittlungen eingeleitet, warum der Kupplungsbolzen brechen konnte. Es wird mit einem einstelligen Millionenschaden gerechnet. Auf den Bahnverkehr wirkte sich der Unfall auf dem Nebengleis nicht aus.

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