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München: Kostenloser Freibad-Eintritt nur noch mit Bäderpass | BR24

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Wie ist die Stimmung im Michaelibad in München-Neuperlach? Ein Besuch vor Ort.

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München: Kostenloser Freibad-Eintritt nur noch mit Bäderpass

Kinder und Jugendliche bis 18 dürfen diese Saison kostenlos in die Münchner Freibäder. Der Ansturm ist aber weit höher als gedacht, das hat sich auch bei den Prügeleien im Michaelibad gezeigt. Nun gibt es die Vordrucke für den neuen Bäderpass.

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Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Pilotprojekt von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kommt gut an. Die Anzahl der unter 18-jährigen Badegäste ist dadurch deutlich höher geworden, auch im Michaelibad in München-Neuperlach.

Anfang Juni, an den ersten heißen Tagen, ist die Lage dann gekippt. Der Bademeister hatte Hilfe angefordert, weil sich dort - laut Polizeiangaben - 30 bis 40 Jugendliche prügelten. Auch in anderen Freibädern kam es in den letzten Wochen immer wieder mal zu Reibereien.

Unterstützung durch Security-Mitarbeiter

Laut Polizei war der Tumult im Michaelibad am 7. Juni aber schnell geklärt, die meisten hatten sich schon vor dem Eintreffen der Beamten aus dem Staub gemacht. Seitdem ist es ruhiger in dem Freibad, doch zwischen Bademeistern und Badegästen sind nun auch schwarz gekleidete Security-Mitarbeiter anzutreffen.

"Die Securitys sind nicht mit Schlagstock und Pfefferspray auf der Liegewiese unterwegs, um das ganze mit Fäusten zu unterbinden, sondern einfach bloß da, um uns zu unterstützen." Martin Skulteti, Schichtleiter im Michaelibad München

Die Securitys kümmern sich vor allem um die Liegewiesen, unterstützen die Freibad-Mitarbeiter und sind Ansprechpartner für alle Sorgen und Nöte der Badegäste. Das Bad sei mit dem Ansturm einfach etwas überrascht worden.

Mehr Kontrolle durch neuen Bäderpass

Helfen soll jetzt auch der Bäderpass. Ab heute (Mittwoch, 19. Juni) gibt es den Vordruck, er kann an allen Kassen der städtischen Hallen- und Freibäder abgeholt werden. Ab 28. Juni dürfen alle unter 18 Jahren dann nur noch mit diesem Pass kostenlos ins Freibad. Darauf werden Name, Geburtsdatum und Adresse eingetragen, auch ein Foto gehört dazu und die Unterschrift der Erziehungsberechtigten.

Der Einlass soll so schneller gehen und mehr Kontrolle bieten, sagt Martin Skulteti.

"Es ist schon mal ein Bild da, ein Name und eine Adresse, das Ganze macht es dann schwieriger, hier mit Kumpels zu raufen und sich einfach so zu verabschieden. So können wir die Pässe mal kontrollieren und wenn wir jemanden haben, der sich gar nicht beruhigen lässt, dann können wir den Pass auch mal einziehen, dann geht es erstmal nicht mehr ins Freibad." Martin Skulteti, Schichtleiter im Michaelibad München
© Stadtwerke München

So sieht der Sommerbäderpass aus.

Kostenloser Eintritt: Trotz Anlaufschwierigkeiten "gute Aktion"

Allgemein, da sind sich die Mitarbeiter vom Michaelibad und die Badegäste einig, ist es eine gute Aktion, dass alle unter 18 Jahren kostenlos schwimmen dürfen. Für die Streitereien kann ja das städtische Freibad nichts, meint auch Marcus da Gloria Martins von der Münchner Polizei:

"Es ist ein Freizeitproblem: Es ist Sommerzeit, es ist Ferienzeit. Das ist eine bestimmte Altersgruppe zwischen 12 und 21, die dann tatsächlich aus unterschiedlichsten Gründen miteinander in Streit gerät." Marcus da Gloria Martins, Polizei München

Schichtleiter Martin Skulteti ist guter Dinge, dass sie das Problem jetzt trotzdem im Griff haben und wünscht sich ...

"... ganz einfach, dass die Sonne scheint und alle hier einen Spaß haben und sicher wieder rauskommen." Martin Skulteti, Schichtleiter Michaelibad München