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München hilft Obdachlosen auf der Straße und am Flughafen | BR24

© picture alliance/Lino Mirgeler/dpa

Das Lager eines Obdachlosen unter einer Brücke in München

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    München hilft Obdachlosen auf der Straße und am Flughafen

    Bayerns Großstädte haben mit ihrer Obdachlosen-Hilfe für den Winter begonnen. In München gibt es Kältebusse und hunderte Notunterkünfte. Sogar am Flughafen-Terminal kümmern sich Sozialarbeiter um Menschen, die dort Schutz vor der Kälte suchen.

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    Die Großstädte in Bayern haben ihre Obdachlosen-Hilfe für die kalte Jahreszeit gestartet. In München stehen seit Anfang November etwa 850 Notquartiere für die Hilfebedürftigen in der Stadt zur Verfügung, wie das Sozialreferat auf dpa-Anfrage mitteilte.

    In München leben Schätzungen zufolge etwa 500 Menschen auf der Straße. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, sagen Experten.

    Über Nacht am Terminal

    Um sich vor der Kälte zu schützen, zieht es Obdachlose auch an den Münchner Flughafen. Seit rund einem Jahr kümmern sich dort zwei Sozialarbeiter um diese Menschen an den Terminals.

    Zwischen 20 und 40 Obdachlose würden am Flughafen während der kalten Jahreszeit täglich übernachten. "Sie kommen mit der letzten S-Bahn und verschwinden wieder mit der ersten", sagte Sozialarbeiter Markus Jaehnert.

    Intensive Hilfe durch Sozialarbeiter

    Insgesamt seien jährlich um die 90 bis 130 obdachlose Menschen in den Hallen von Deutschlands zweitgrößtem Flughafen unterwegs. Ein Viertel sei im vergangenen Jahr mit Erfolg ins Sozialsystem vermittelt worden.

    Bei dem Rest arbeite man aktuell intensiv zusammen, komme wegen der oft psychischen Erkrankungen nur sehr langsam voran oder habe es erst gar nicht geschafft, in Kontakt zu treten. Diese Fälle würden dann in der Regel wieder auf der Straße landen.