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München: Erneut Streiks im Öffentlichen Dienst | BR24

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Verdi hat in München zu Warnstreiks aufgerufen. 300 Streikende haben sich am Freitag auf der Theresienwiese versammelt.

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München: Erneut Streiks im Öffentlichen Dienst

Vor der dritten Verhandlungsrunde mit kommunalen Arbeitgebern hat die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. 300 Streikende haben sich in München versammelt. Wertstoffhöfe bleiben zu, die Mülltonnen werden wohl bis Montag nicht geleert.

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Laut einem Verdi-Sprecher haben sich auf der Theresienwiese rund 300 Streikende versammelt, um ihre Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zu unterstreichen. Die Veranstaltung fand unter strengen Corona-Auflagen statt.

Mülltonnen werden nicht geleert

Gestreikt wird unter anderem beim Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM). Die Mülltonnen sollen im Zuge der Warnstreiks bis Montag nicht geleert werden. Auch die Wertstoffhöfe der Stadt bleiben bis einschließlich Samstag geschlossen, wie der AWM mitteilte.

Bis zu 60.000 Tonnen Müll pro Tag können deshalb laut AWM nicht abgeholt werden. Auch der Sperrmüllabholdienst, das Giftmobil und das Wertstoffmobil sollen von Freitag bis Montag nicht ausrücken, das Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2 bleibe solange geschlossen.

Notfallversorgung in städtischen Krankenhäusern wird gewährleistet

Zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen waren heute auch Beschäftigte im Tiefbau, Gartenbau, der Münchner Stadtbibliotheken sowie der Krankenhäuser. Im Klinikum Bogenhausen wurden nach Auskunft von Verdi streikbedingt zwei Stationen geschlossen. Die Notversorgung sei aber sichergestellt gewesen.

Klatschen reicht nicht

In der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber von Bund und Kommunen kein Angebot vorgelegt. Die Diskussion darüber, wer die Kosten der Corona-Krise zahlen soll, sei voll entbrannt, so Verdi Geschäftsführer Heinrich Birner. Das sollten nicht die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sein, die vor Kurzem noch beklatscht wurden, sagt er.

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Die dritte Verhandlungsrunde mit den kommunalen Arbeitgebern findet am 22. und 23. Oktober statt.

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