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München-Demo: Tausende Menschen protestieren gegen Rechts | BR24

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Rund eine Woche vor den Kommunalwahlen in Bayern haben in München mehr als 5.000 Menschen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus demonstriert - sowie gegen die AfD.

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München-Demo: Tausende Menschen protestieren gegen Rechts

Auf dem Münchner Max-Joseph-Platz haben tausende Menschen gegen rechten Terror protestiert. Als Redner trat auch Ministerpräsident Markus Söder auf. Er attackierte die AfD. Gegendemonstranten versuchten, ihn immer wieder in seiner Rede zu stören.

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Sie schwenken Fahnen und Plakate mit Aufschriften wie "Fremdenhass – Abgrund des Bösen" und "Wir sind für Vielfalt". Fahnen von "Omas gegen Rechts", der Linken, den Grünen, der Caritas und "München ist bunt“. Nach neuesten Angaben der Polizei sind rund 5.500 Demonstranten auf den Max-Joseph-Platz in die Münchner Innenstadt gekommen. Die Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco hatte die Kundgebung organisiert.

Kabarettist Maximilian Schafroth eröffnete die Kundgebung. Da der Nockherberg so gut wie abgesagt ist, habe er ja jetzt Zeit, sagte er auf der Bühne. Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter sprach zu den Demonstranten.

"Wir in München stehen auf - gegen jede Form von rechtem Terror und gegen jede Partei oder Gruppe, die glaubt, solche völkischen, menschenverachtenden Gedanken wieder gesellschaftsfähig machen zu können. Mit uns nicht!" Oberbürgermeister Dieter Reiter
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Bei der Demonstration gegen rechten Terror gab der Münchner OB Reiter ein klares Bekenntnis für ein buntes, weltoffenes München ab.

Gegendemonstranten wollen Söder irritieren

Ministerpräsident Markus Söder wurde zu Beginn seiner Rede ausgepfiffen und ausgebuht. Söder griff dabei die AfD mit scharfen Worten an: Die AfD sei "kein Stammtisch verirrter Konservativer" oder eine "Opfergruppe der Political Correctness".

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Laut Polizei haben 5.500 Menschen auf dem Max-Joseph-Platz in München gegen die AfD und Rechten Terror protestiert.

Der völkische Flügel von Björn Höcke wolle vielmehr zurück in die 1930er Jahre; das sei "eine neue NPD, und nichts anderes". Söder rief alle Parteien auf, sich dem entschlossen entgegenzustellen. Die demokratischen Parteien sollten nun Einheit zeigen und nicht gegeneinander kämpfen. Eine kleine Gruppe von Gegendemonstranten versuchte vergeblich, Söders Rede zu stören.

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Claudia Roth (Grüne) bei der Anti-Rechts-Demonstration in München

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Ein breites Bündnis - von der CSU bis hin zu linken Gruppen - demonstriert in München gegen rechte Gewalt, Fremdenhass und die AfD. Laut BR-Reporter Mathias Flasskamp ist es ein Novum, dass so explizit gegen eine einzelne Partei demonstriert wird.

Anmerkung der Redaktion: Die Polizei teilte dem BR unterschiedliche Angaben zur Teilnehmerzahl mit. In einer früheren Fassung des Artikels war von 7.500 Demonstranten die Rede. Die letzte mitgeteilte Teilnehmerzahl liegt bei 5.500 Demonstranten, weshalb wir uns nun für diese Zahl entschieden haben.

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