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Eine Frau, die eine FFP2-Maske trägt, steigt in eine Trambahn ein.

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    München bekommt neue U-Bahn und mehr Trambahnen

    Der öffentliche Nahverkehr in München wird ausgebaut. Der Stadtrat hat einen Nahverkehrsplan beschlossen, mit dem etwa der Bau einer neuen U-Bahn-Linie und die Verlängerung der U5, aber auch die Erweiterung des Tramnetzes vorangetrieben werden.

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    Von
    • Birgit Grundner

    Münchens öffentlicher Personennahverkehr wird attraktiver. Die Grundlage dafür hat der Stadtrat am Mittwoch mit einem neuen Nahverkehrsplan geschaffen, der gegen die Stimmen der CSU, ÖDP und Freien Wählern beschlossen wurde.

    Neue U9 und U5 bis Freiham

    Hohe Priorität hat darin etwa der Bau der neuen U-Bahnlinie U9. Sie soll von Sendling nach Schwabing fahren und damit die Linien U3 und U6 entlasten. Konkret soll die Strecke von der Dietlinden- bis zur Implerstraße durch die Innenstadt führen, wie auf dem Münchner Stadtportal zu sehen ist. Neue Bahnhöfe sollen demnach unter anderem an den Pinakotheken, am Elisabethplatz und am Esperantoplatz errichtet werden.

    Die Linie U5, die gerade bis Pasing gebaut wird, wird weiter nach Freiham verlängert. Der Antrag für die entsprechende Streckengenehmigung soll noch heuer fertig werden. Beginnen sollen jetzt auch die Planungen für die U4 Ost vom Arabellapark zum „Entwicklungsgebiet Nordosten“, die nun ebenfalls hohe Priorität hat.

    Ausbau des Trambahnnetzes

    Für die weitere Planung hat die Stadtratsmehrheit außerdem sieben Trambahn-Linien priorisiert: die Tram Y-Nord von der Hochschule in den Münchner Norden, die Tram Ramersdorf-Neuperlach, die Tram Südtangente, die Tram Wasserburger Landstraße, die Tram Parkstadt-Solln, die Tram von der Amalienburgstraße nach Freiham und eine Verlängerung der Linie von Berg am Laim biszur „Siedlungsentwicklung im Münchner Nordosten“.

    Gut für Finanzen und Klima

    Das Programm beinhalte „eine sinnvolle Mischung aus Tangenten sowie Strecken, die abseits von U- und S-Bahn die Lücken im Schienennetz schließen“, freut sich der Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr (AAN) im Münchner Forum. Der Tramausbau helfe sowohl den Stadtfinanzen als auch dem Klima: „Pro investiertem Euro bringt die Tram im Vergleich zur U-Bahn etwa zweieinhalbmal so viel CO2 Reduktion.“

    Kritik am Zeitplan

    Allerdings vermisst der Arbeitspreis fehlende Zeitvorgaben für die Realisierung: "Auch ist das Ziel, die ersten hundert Kilometer Tram irgendwann in den 2040ern fertigzustellen, nicht allzu ehrgeizig – München soll bis 2035 klimaneutral werden, da muss der ÖPNV-Ausbau schneller gehen.“

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