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München bekommt durchgängiges Radverkehrsnetz | BR24

© BR/Manuel Rauch

160.000 Menschen haben im Sommer für den Münchner Radentscheid unterschrieben. Der sieht vor, dass es bis in fünf Jahren in München ein durchgängiges und sicheres Radverkehrsnetz gibt. Am Mittwoch wurde das zweite Maßnahmenpaket beschlossen.

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München bekommt durchgängiges Radverkehrsnetz

160.000 Menschen haben im Sommer für den Münchner Radentscheid unterschrieben. Der sieht vor, dass es bis 2025 in München ein durchgängiges und sicheres Radverkehrsnetz geben soll. Jetzt geht es an die Umsetzung.

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Von
  • Manuel Rauch

Die Zeichen stehen auf Wahlkampf. Und so ging es ordentlich zur Sache im Münchner Rathaus. Zwei Stunden lang diskutierten die Stadträte, welche Maßnahmen in Sachen Radwegenetz sinnvoll sind.

Politik uneins zum Radwegeplan

In der Stadtratssitzung war die Bayernpartei komplett gegen die Umsetzung des Radentscheids. Die aktuellen Pläne seien ein "Schildbürgerstreich", der die Stadt lahmlege. Die CSU sprach vom "Krieg gegen die Autofahrer" und schlug Änderungen im Radkonzept vor. SPD und Grüne unterstützten die Pläne des Planungsreferats.

Bessere Radwege – weniger Parkplätze und Autospuren

Im Zentrum des Streits: eine Liste mit zehn Straßennamen, darunter Rosenheimer Straße und Stiglmaierplatz. Hier sollen breitere und vor allem sicherere Radwege entstehen. Dafür müssten aber zahlreiche Autospuren und Parkplätze wegfallen – und das ist der Hauptkritikpunkt der Gegner.

Zeitplan für Konzept-Umsetzung steht

Schon im Dezember hatte der Stadtrat das erste Maßnahmenpaket beschlossen. Alle drei Monate sollen zehn weitere Maßnahmen folgen – bis zum Jahr 2025. Nun also das zweite Maßnahmenpaket. Am Ende der Diskussion stimmte der Stadtrat mit Mehrheit dafür.

Nun muss die Verwaltung die zehn Straßen und Plätze genauer untersuchen und Varianten ausarbeiten. Anschließend sollen unter anderem Anwohner und Gewerbetreibende miteinbezogen werden. Dann muss erneut der Stadtrat entscheiden.