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Bildrechte: BR/Johanna Schlüter

Der Münchner Marienplatz mit Blick auf das Rathaus

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    Antisemitischer Angriff auf Mann am Münchner Marienplatz

    Auf dem Münchner Marienplatz ist laut Polizei ein 23 Jahre alter Mann antisemitisch beschimpft und bespuckt worden. Ob die Kopfbedeckung des Mannes - eine Kippa - Grund für die Tat gewesen ist, sei unklar. Der Staatschutz ermittelt.

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    Von
    • Anton Rauch
    • Henning Pfeifer

    Ein Mann, der eine Kippa trug, ist Anfang des Monats am Münchner Marienplatz auf antisemitische Weise beleidigt worden. Dies teilte das Münchner Polizeipräsidium mit.

    Unbekannter bespuckte Mann mit Kippa

    Laut Polizei war der Mann vom U-Bahnhof mit einer Rolltreppe zur Oberfläche gefahren. Oben angekommen wurde er von einem unbekannten Täter antisemitisch beleidigt, zudem spuckte er in die Richtung des 23-Jährigen. Der Täter wird als etwa 50-jähriger Mann mit kurzen, schwarzen Haaren beschrieben. Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall am 4. März kurz nach 18 Uhr beobachtet haben, sich zu melden.

    Die Ermittlungen in dem Fall übernahm das Kommissariat Staatsschutz übernommen. Nach dem Tatverdächtigen wird gefahndet.

    Mehr judenfeindliche Straftaten in Bayern

    Erst vor wenigen Tagen wurde gemeldet, dass die offizielle Zahl antisemitischer Straftaten in Bayern steigt. Auch 2020 erfasste die Polizei viele Delikte: volksverhetzende Äußerungen, Bedrohungen oder Fälle von Körperverletzung. Fast immer sind die Fälle rechtsextremistisch motiviert. Im vergangenen Jahr waren es in Bayern 353 antisemitische Delikte.

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