Polizeieinsatz mit Streifenwagen und Blaulicht (Symbolbild)
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Polizeieinsatz (Symbolbild)

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München: 32-Jähriger nach Streit mit Freunden verblutet

Nach einer Auseinandersetzung mit seiner Partnerin und einem Freund ist ein Mann in München-Perlach an den Folgen einer Stichverletzung gestorben. Die beiden Tatverdächtigen sind wieder auf freiem Fuß. Gegen sie wird weiter ermittelt.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 1 am Nachmittag am .

Nach einem Streit unter Freunden ist ein 32-jähriger Mann in München an den Folgen einer Stichverletzung gestorben. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wird gegen die 21 Jahre alte Partnerin des Mannes und einen 31-jährigen Freund wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts ermittelt. Beide wurden in der Tatwohnung festgenommen und am Vormittag verhört. Inzwischen sind sie mangels konkretem Tatverdacht auf freiem Fuß.

Zur Tatzeit alkoholisiert

In der Nacht auf Montag gegen 1 Uhr waren mehr als 20 Streifen und ein Rettungswagen mit Notarzt zur Wohnung des 31-Jährigen in München-Perlach gerufen worden. Dort sahen die Einsatzkräfte den 32 Jahre alten Verletzten mit einer lebensbedrohlichen Stichwunde im Wohnzimmer liegen. Auch seine Partnerin und der Wohnungsinhaber, der den Notruf abgesetzt hatte, waren vor Ort. Beide seien zum Tatzeitpunkt alkoholisiert gewesen. Zuvor waren die drei Personen offenbar in einen heftigen Streit geraten.

In der Wohnung fanden die Polizisten ein Messer, das die mögliche Tatwaffe sein könnte. Das 32 Jahre alte Opfer starb rund zweieinhalb Stunden nach der Tat in einem Krankenhaus an zu hohem Blutverlust.

Tathergang und Motiv unklar

Zum Motiv, der Ursache des Streits und dem genauen Tathergang konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Neben dem Tatort wurde auch die gemeinsame Wohnung des Getöteten und der seiner tatverdächtigen Freundin durchsucht. Auch mehrere Anwohner in dem betroffenen Wohnhaus und in Häusern in direkter Nachbarschaft wurden noch in der Nacht nach möglichen Beobachtungen befragt. Die Ermittlungen führt das für Tötungsdelikte zuständige Kommissariat 11 der Münchner Polizei.

Die Mordkommission ist davon überzeugt, dass entweder der Wohnungsinhaber oder die 21-jährige Lebensgefährtin des Opfers zugestochen hatte. Andere Personen hätten sich zum Tatzeitpunkt nicht in der Wohnung aufgehalten. Weil sich auch nach den Vernehmungen nicht eindeutig ergeben hat, wer von beiden für den Tod des Mannes verantwortlich ist, wurden beide auf freien Fuß gesetzt. Spätestens am Tag nach einer Festnahme muss über die Untersuchungshaft entschieden werden.

Die Ermittler erhoffen sich weitere Hinweise unter anderem durch die Labor-Untersuchung des sichergestellten Messers. Die nimmt allerdings mehrere Tage in Anspruch. Opfer und Tatverdächtige stammen aus Bulgarien.

Mit Informationen von dpa.

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