| BR24

 
 

Bild

Die SPD im Kreistag von Neu-Ulm will die Verbrennung von Müll aus Gundremmingen in Weißenhorn stoppen
© picture alliance / Stefan Puchner/dpa

Autoren

Kilian Geiser
Jenny Schack
© picture alliance / Stefan Puchner/dpa

Die SPD im Kreistag von Neu-Ulm will die Verbrennung von Müll aus Gundremmingen in Weißenhorn stoppen

Der Umweltausschuss des Landkreises Neu-Ulm berät heute über einen Antrag der SPD. Sie fordert einen generellen Müll-Stopp aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen. Seit rund drei Jahren werden in der Müllverbrennungsanlage Weißenhorn Industrieabfälle aus dem AKW verbrannt. Dabei handelt es sich um Arbeitskleidung, alte Plastikeimer, Ventile und Verschalungen. Diese Abfälle sind schwach oder kaum radioaktiv belastet. Sie sind damit "freigemessen". Die Freimessung wird vom Landesamt für Umwelt überwacht.

SPD befürchtet Schäden für Menschen und Umwelt

Die Kreis-SPD befürchtet, dass diese Industrieabfälle trotzdem schädlich für die Umwelt und für die Menschen der Umgebung sind. Deswegen fordert sie, dass künftig kein Müll aus Gundremmingen im Landkreis Günzburg mehr angeliefert wird. Das soll vertraglich zwischen den Landkreisen Günzburg und dem Landkreis Neu-Ulm festgehalten werden.

Lieferungen vom Atomkraftwerk Gundremmingen vorläufig gestoppt

Der Landrat des Landkreises Neu-Ulm, Thorsten Freudenberger, hat vor rund zwei Wochen einen Müll-Stopp verhängt. Er wollte bis zur heutigen Sitzung klären lassen, was genau aus Gundremmingen nach Weißenhorn geliefert wird. Außerdem hat er den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises angewiesen zu überprüfen, ob die anfallende Schlacke nennenswert radioaktiv belastet ist. Der Umweltausschuss des Kreistages könnte heute entscheiden, dass auch künftig kein Müll aus dem Atomkraftwerk in Gundremmingen in der Müllverbrennungsanlage in Weißenhorn verbrannt werden darf.