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Mücken - vor allem am Ammersee eine Plage | BR24

© dpa / Jochen Lübke

Ein Mückenschwarm in der Abenddämmerung.

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Mücken - vor allem am Ammersee eine Plage

Jeder kennt die Situation: Man sitzt abends gemütlich draußen und plötzlich sind sie da, beinahe überfallartig: Die Mücken. Am Ammersee sind sie gerade eine echte Plage. Doch was dagegen tun?

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Über 3.200 Mücken zählte heute Mittag eine Falle in Inning am Ammersee - und die Zahl steigt stündlich weiter. Die Regensburger Firma Biogents betreibt eine "Mückenzählmaschine", unter anderem am Ammersee.

Das ist ein extrem hoher Wert verglichen mit den anderen fünf Fallen, die die Firma bayernweit aufgestellt hat. Nahe Seeshaupt zwischen Starnberger See und Osterseen sind es gerade mal sechs Mücken – in den anderen Fallen zwischen 50 und 80.

Diese Fallen sind das Ergebnis von 16 Jahren Forschung an der Uni Regensburg. Sie funktionieren ohne Giftstoffe, mit Kohlendioxid.

Mückenexperte und Forscher Andreas Rose hat sogar eine Falle im eigenen Garten.

"Auch weil wir verschiedene Lockstoffe weiter testen, verschiedene Fallentypen. Man kann auch was gegen die Brutplätze machen, also wenn man im Garten Regentonnen hat, dass man sich um die kümmert und die ausleert und abdeckt, das hilft natürlich nicht gegen Überschwemmungsmücken - und das sind die Mücken, die gerade das Problem sind. Die kommen aus den Gebieten, wo viele Pfützen sind, da kann man nicht viel dagegen machen." Andreas Rose, Mückenexperte

Problem: sumpfige Wiesen sind Brutstätten für Mücken

Und genau das ist das Problem: Immer noch sind viele Wiesen wahre Sumpfgebiete. Beste Mücken-Brutstätten eben.

Manche Menschen, vor allem Kinder, können auch richtig allergisch auf die Stiche reagieren, sie schwellen an und entzünden sich. In diesem Fall sollte auch mal der Arzt darauf schauen. Für viele sind Mückenstiche aber einfach nur lästig.

Mücken haben Lieblingsopfer

Tatsächlich stimmt es: Mücken haben Lieblingsopfer, sagt Mückenexperte Andreas Rose.

"Bestimmte Menschen sind für Mücken attraktiver als andere, das ändert sich auch über Jahre nicht. Wir haben bisher nicht feststellen können, dass es am Geschlecht, an der Diät oder an der Blutgruppe liegen könnte. Möglicherweise spielt auch die Flora auf der Haut eine Rolle, sonst kann man da nicht viel dagegen machen." Andreas Rose, Mückenexperte

Vorsorgen ist besser als Nachsorgen, meint der Mückenfachmann: Im Garten helfen Räucherspiralen unter dem Tisch, Zitronen mit Nelken gespickt seien jedoch unwirksam. Und gegen das Stechen hilft nur, sich mit Anti-Mücken-Mittel einzucremen.

© BR

Werden Mücken wirklich von Licht angezogen? Und wird man öfter gestochen, wenn man Alkohol getrunken hat?