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Zehneinhalb Jahre Haft für Mordversuch mit Kartoffelsalat | BR24

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Urteil zum Kartoffelsalat-Mordversuch: 74-Jährige aus München zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt.

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Zehneinhalb Jahre Haft für Mordversuch mit Kartoffelsalat

Sie soll aus Habgier ihrem Ehemann Frostschutzmittel ins Essen gemischt haben - dafür wurde jetzt eine 74-jährige Frau aus München zu zehneinhalb Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilt.

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Das Landgericht München I verurteilte die 74-Jährige zu zehneinhalb Jahren Haft wegen versuchten Mordes und außerdem wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau ihrem Mann Glykol ins Essen gemischt hat.

Frau wollte Ehemann mit Frostschutzmittel vergiften

Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau vorgeworfen, ihrem Ehemann Kartoffelsalat serviert zu haben, in den sie Frostschutzmittel gemischt hatte.

82-Jähriger überlebt die Tat

Der heute 82-jährige Mann musste sich nach dem vergifteten Essen mehrmals übergeben, überlebte aber. Vor Gericht sagte der Mann aus, die 2013 geschlossene Ehe sei seit längerem in der Krise gewesen. Nach seiner Erinnerung handelte es sich bei dem potenziell tödlichen Abendessen allerdings nicht um Kartoffelsalat mit Würstchen - sondern um Maultaschen oder Tortellini mit Pesto.

Staatsanwaltschaft: Frau wollte ans Erbe

Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft gefordert. Ihrer Ansicht nach soll es die Frau auf die Witwenrente und den gesetzlichen Pflichtteil am Erbe abgesehen haben. Auf ihrem Handy fand die Polizei eine Liste mit verschiedenen Giften und dem Stichwort "Frostschutz".

Geständnis gegenüber der Tochter

Die Ermittlungen kamen nur in Gang, weil die Tochter der Angeklagten bei der Polizei ausgesagt hatte, ihre Mutter habe ihr den Mordversuch gestanden.