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Mordprozess um Liebespaar: Angeklagte schweigen zu Vorwürfen | BR24

© picture alliance/dpa

Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal gebracht

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Mordprozess um Liebespaar: Angeklagte schweigen zu Vorwürfen

In Nürnberg muss sich ein Liebespaar wegen Mordes und Anstiftung zum Mord verantworten. Zu Beginn der Verhandlung schwiegen beide Angeklagte. Über ihren Anwalt bestreitet die Frau, ihren Liebhaber zum Mord an seinem Nebenbuhler angestiftet zu haben.

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Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat heute die Verhandlung gegen ein Liebespaar begonnen, das des Mordes beziehungsweise der Anstiftung zum Mord angeklagt wird. Zum Auftakt des Prozesses schwiegen die beiden zunächst.

Der Anwalt der 32-jährigen Frau, der Anstiftung zum Mord an ihrem Liebhaber vorgeworfen wird, hat sich jedoch vor Gericht zu den Vorwürfen geäußert. Demnach seien die Anklagen gegen seine Mandantin falsch, sie hätte niemals jemanden aufgefordert, irgendjemand zu töten.

Anwalt: Frau hatte kein Motiv

So lägen in den WhatsApp-Nachrichten der Frau an den Angeklagten, ihren zweiten Geliebten, keine Tötungsaufforderungen vor. Außerdem hätte sie auch kein Motiv für die Tötung des ersten Geliebten. Ihr Rechtsanwalt erklärte, dass sich seine Mandantin selbst nicht äußern und auch keine Fragen beantworten werde. Gerichtssprecher Friedrich Weitner erklärte dem BR dazu: "Aus seiner Sicht stellt die Anklage eine Hypothese dar, die sich in der Hauptverhandlung nicht wird beweisen lassen".

Angeklagter will keine Angaben machen

Der Geliebte der Frau, der wegen Mordes angeklagt wird, ließ über seinen Verteidiger erklären, dass er keine Angaben vor Gericht und von seinem Schweigerecht Gebrauch machen werde. Dem 33-Jährigen wird vorgeworfen, den anderen Geliebten seiner Lebenspartnerin auf deren Aufforderung hin getötet zu haben.

Anklage: Frau wollte Liebhaber und Ehemann loswerden

Nach den Ermittlungen der Anklagebehörde hatte die Frau den Mann, mit dem sie neben ihrer Ehe eine Liebesbeziehung führte, immer wieder dazu angestiftet, das spätere Opfer zu töten. Das Opfer hatte ebenso eine Affäre mit der Angeklagten. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war ihr der Täter hörig und sollte das spätere Opfer und außerdem wohl auch ihren Noch-Ehemann töten. Im Juli vergangenen Jahres habe der mutmaßliche Täter sein Opfer abgepasst und mehrmals auf ihn eingestochen, so die Ermittler.

Pilzsammler fand die Leiche in einem Waldstück

Schließlich soll er den Mann erschlagen und in einem Waldstück abgelegt haben. Ein Pilzsammler entdeckte die Leiche schließlich und informierte die Polizei. Zur Tötung des Ehemannes der Angeklagten sei es den Ermittlungen zufolge wohl nicht mehr gekommen, da der Angeklagte wenig später von der Polizei festgenommen werden konnte. Der Prozess soll auf Grund der umfangreichen Beweisaufnahme bis Dezember dauern.

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In Nürnberg muss sich ein Liebespaar wegen Mordes und Anstiftung zum Mord verantworten. Zu Beginn der Verhandlung schwiegen beide Angeklagte.

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