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Mordprozess Obergünzburg: Familie des Opfers sagt aus | BR24

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Vor dem Landgericht Kempten geht heute der Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Frau in einem Linienbus weiter. Die Mutter und der Bruder sowie ein Bekannter der Getöteten sollen aussagen. Der angeklagte Ehemann schweigt zu den Vorwürfen.

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Mordprozess Obergünzburg: Familie des Opfers sagt aus

Vor dem Landgericht Kempten geht heute der Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Frau in einem Linienbus weiter. Die Mutter und der Bruder sowie ein Bekannter der Getöteten sollen aussagen. Der angeklagte Ehemann schweigt zu den Vorwürfen.

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Von
  • Rupert Waldmüller
  • Veronika Scheidl

Vor dem Landgericht Kempten wird der Mordprozess gegen einen 38-jährigen Afghanen fortgesetzt. Der Mann soll im Juli seine Frau in einem Linienbus bei Obergünzburg (Lkr. Ostallgäu) mit einem Küchenmesser erstochen haben. Am heutigen zweiten Verhandlungstag wird unter anderem die Familie des Opfers aussagen.

Mutter und Bruder treten als Zeugen auf

Die Mutter der 27-jährigen afghanischen Getöteten, ihr Bruder und ein Bekannter stehen auf der Zeugenliste. Außerdem sollen noch drei Polizisten gehört werden. Der Angeklagte hat sich bislang zu den Vorwürfen gegen ihn vor Gericht nicht geäußert.

Zeugin: Angeklagter wollte "Hackfleisch" aus seiner Frau machen

Unter großen Medieninteresse hatte am vergangenen Dienstag der Mordprozess gegen den Familienvater begonnen. Ausgesagt hatte da unter anderem eine Freundin der Getöteten: Sie berichtete davon, in welch großer Angst die Frau vor ihrem Mann gelebt hatte - und dass dieser angedroht hatte, aus ihr "Hackfleisch" machen zu wollen.

Tödliche Messerattacke im Linienbus

Auch der Busfahrer und die Fahrgäste aus dem Linienbus schilderten am Dienstag vor Gericht die Tat: Nach ihren Aussagen hat der Mann seine Frau in dem Bus kurz vor Obergünzburg ohne Vorwarnung angegriffen und mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen. Elf zum Teil sehr tiefe Stiche stellte eine Rechtsmedizinerin bei der Obduktion der Frau später fest. Nach ihrer Aussage waren die Verletzungen so schwer, dass die Frau sehr schnell gestorben sein muss.

Rache als vermutetes Motiv

Als Motiv für die Tat vermutet die Staatsanwaltschaft Rache: Denn der Mann soll seine Familie immer wieder geschlagen haben. Nach einem heftigen Streit im November 2019 setzte die Frau ein Kontaktverbot durch. Daraufhin soll der Mann mehrmals gedroht haben, seine Frau umzubringen. Am 6. Juli soll er diesen Plan dann in dem Linienbus in die Tat umgesetzt haben.

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