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Mordprozess in Passau: Aufnahmen von Überwachungskameras | BR24

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Vor dem Landgericht Passau hat der Mordprozess gegen einen Iraner begonnen, der im vorigen Herbst einen 33-jährigen Landsmann mit einem Messerstich getötet haben soll. In der Beweisaufnahme wurden die Aufnahmen von Überwachungskameras vorgeführt.

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Mordprozess in Passau: Aufnahmen von Überwachungskameras

Die Verhandlung vor dem Landgericht Passau gegen einen Iraner, der einen Landsmann getötet haben soll, hat mit einem Video von Überwachungskameras in der Nähe des Tatortes begonnen. Es zeigt die beiden Männer, wirft allerdings auch Fragen auf.

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Vor dem Landgericht Passau hat am Morgen der Mordprozess gegen einen 26-jährigen Iraner begonnen. Hamid G. soll am Abend des 31. Oktober 2019 einen 33-jährigen Landsmann mit einem Messerstich in die Brust getötet haben. Aufnahmen aus Überwachungskameras wurden im Gerichtssaal gezeigt.

Video zeigt Angeklagten mit späterem Opfer

Zu sehen war, wie der Angeklagte auf dem Vorplatz eines Supermarktes in der Stadtmitte von Passau gegen 20 Uhr auf das offensichtlich wartende Opfer zugeht. Nach einem kurzen Aufeinandertreffen ergreift der 33-Jährige die Flucht. Hamid G. verfolgt ihn. Die nächsten Aufnahmen zeigen, wie das Opfer durch den Klostergarten läuft.

Messerstich nicht genau erkennbar

Die Filmaufnahmen werfen auch Fragen auf. Der Augenblick des Zustechens ist - wenn überhaupt - nur sehr schemenhaft zu sehen. Auch die schweren Verletzungen sind nicht erkennbar. Auch nicht, wie weit der Angeklagte den Verletzten verfolgt hat. Auffällig: Obwohl viele Passanten in der Nähe waren, hatte wohl niemand etwas von dem tödlichen Stich bemerkt. Laut Anklageschrift hat sich das Opfer über mehrere hundert Meter Richtung Innstraße geschleppt. Vor einer Pizzeria brach der Mann zusammen und starb dort trotz Wiederbelebungsversuche eines Notarztes.

Beide Männer kannten sich aus dem Iran

Über seine Anwältin ließ der Angeklagte am ersten Prozesstag erklären, dass er sich nicht zur Tat äußern wolle. "Jetzt noch nicht", betonte die Anwältin zwei Mal.

Die Anklage lautet auf Mord aus Heimtücke. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, hatte eine zwölf Zentimeter lange Klinge. Angeklagter und Mordopfer hatten, bevor sie nach Deutschland kamen, schon in ihrer Heimat "mehrere persönliche Differenzen", hieß es in der Anklageschrift.

Der Prozess ist auf insgesamt fünf Tage angesetzt. 24 Zeugen und zwei Sachverständige sollen aussagen. Das Urteil ist am 10. August geplant.

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