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Mordprozess gegen Lkw-Fahrer - Angeklagter schweigt | BR24

© BR/Margit Ringer

Der wegen Mordes angeklagte LKW-Fahrer schwieg vor Gericht.

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    Mordprozess gegen Lkw-Fahrer - Angeklagter schweigt

    Im Mordprozess um einen erstochenen Lkw-Fahrer in Burglengenfeld hat der Angeklagte am Vormittag geschwiegen. Die Anklage geht von Mord aus. Die Leiche des erstochenen Lkw-Fahrers wurde unter Grünabfällen gefunden.

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    Am Landgericht Amberg hat am Vormittag der Mordprozess gegen einen Lkw-Fahrer aus Amberg begonnen. Er soll im Oktober einen weiteren Lkw-Fahrer auf dem Gelände einer Spedition in Burglengenfeld erstochen haben. Anschließend soll er ihn zu einem Depot für Gartenabfälle auf dem Gelände geschleift und ihn dort abgelegt haben. Der Angeklagte hat bislang geschwiegen vor Gericht.

    Angeklagter soll zum Tatzeitpunkt schwer betrunken gewesen sein

    Die Staatsanwaltschaft wirft dem Lkw-Fahrer Mord aus Heimtücke vor. Das Gericht wies heute aber darauf hin, dass eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt in Betracht komme. Zum Tatzeitpunkt soll der Man laut Anklage drei Promille Alkohol im Blut gehabt haben. Beide Lkw-Fahrer parkten an dem Abend im Oktober auf dem Gelände der Burglengenfelder Spedition. Im Lkw-Führerhaus des Opfers soll es dann zu einem Streit gekommen sein. Der 44 Jahre alte Angeklagte soll dann unvermittelt mit einem Messer auf den anderen Lkw-Fahrer eingestochen haben. Der habe noch versucht zu fliehen, brach aber auf dem Hof zusammen. Daraufhin soll ihm der 44-Jährige mehrmals in den Hals gestochen haben.

    Leiche unter Gartenabfällen entdeckt

    Das Opfer sei laut Anklage binnen weniger Minuten tot gewesen. Die Polizei fand den Mann am Morgen danach in dem Depot für Gartenabfälle, bedeckt mit Grüngut. Der mutmaßliche Mörder sei nach der Tat mit seinem Lkw vom Hof gefahren. Knapp zwei Kilometer entfernt habe er das Fahrzeug in den Graben gesetzt. Mithilfe der Videoaufnahmen des Speditionsgeländes, auf denen man das Kennzeichen gut erkennen konnte, habe die Polizei schnell einen Zusammenhang zu der aufgefundenen Leiche herstellen können. Das geht aus den ersten Zeugenbefragungen heute vor Gericht hervor.

    Ehefrau und Tochter des Toten als Nebenkläger

    Im Krankenhaus wurde der verletzte 44-Jährige dann festgenommen. Warum es zwischen den beiden Lkw-Fahrern zum Streit kam, ist bislang nicht bekannt. Die Ehefrau und die Tochter des Opfers treten in dem Prozess beide als Nebenklägerinnen auf. Als erste Zeugen sagten ein Polizist, ein Mitarbeiter der Stadtwerke Burglengenfeld und der Inhaber des Speditionsgeländes aus. Das Urteil in dem Prozess könnte bereits Ende der Woche fallen.

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