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Mordprozess gegen Altenpfleger in Landshut: Urteil erwartet | BR24

© BR/Harald Mitterer

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Mord durch Unterlassen vor. Im Prozess gegen drei Altenpfleger wird heute am Schwurgericht in Landshut das Urteil erwartet. Die Angeklagten sollen Medikamente bei Patienten vertauscht und den Fehler vertuscht haben.

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Mordprozess gegen Altenpfleger in Landshut: Urteil erwartet

Die Staatsanwaltschaft Landshut wirft drei Altenpflegern Mord durch Unterlassen vor. Im Prozess am Landgericht wird heute das Urteil erwartet. Die Angeklagten sollen Medikamente bei Patienten vertauscht und den Fehler vertuscht haben.

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Weil sie einem Bewohner aus Versehen die falschen Medikamente verabreicht und das auch noch vertuscht haben sollen, stehen in Landshut drei Altenpfleger vor Gericht. Nach drei Verhandlungstagen wird am Dienstag am Schwurgericht auch das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Frauen und einem Mann unter anderem Mord durch Unterlassen vor.

Fehler sollte vertuscht werden

Eine der Angeklagten soll im Mai 2016 in einem Pflegeheim in Mengkofen einem an Krebs erkrankten Patienten aus Versehen die falschen Medikamente gegeben haben. Statt den Vorfall sofort zu melden und ärztliche Hilfe hinzuzuziehen, sollen die drei angeklagten Altenpfleger der Station versucht haben, den Vorgang zu vertuschen. Eine Woche später starb der 65 Jahre alte Krebspatient. Seine Schwester tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf.

Wer wusste was?

In einem Brief an das vorgesetzte Landratsamt räumte eine der Angeklagten die Verwechslung der Medikamente ein. Sie habe ihren Fehler auch melden wollen, ihre Vorgesetzte im Heim habe sie aber davon abgehalten. Auch der dritte angeklagte Altenpfleger war in die Vorgänge offenbar eingeweiht.