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Maria-Baumer-Prozess: Kann Arzneimittel den Täter überführen? | BR24

© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Der damalige Verlobte von Maria Baumer im Regensburger Gerichtssaal. Er ist wegen Mordes angeklagt.

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    Maria-Baumer-Prozess: Kann Arzneimittel den Täter überführen?

    Toxikologen und Biologen sind heute im Regensburger Prozess um die mutmaßliche Ermordung von Maria Baumer als Sachverständige gefragt: Sie sollen erklären, was die Medikamentenspuren bedeuten, die an der Leiche des Opfers gefunden worden sind.

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    Was bedeuten die Medikamentenspuren, die an der Leiche der mutmaßlich ermordeten Maria Baumer nachgewiesen wurden? Um diese Frage geht es am heutigen Verhandlungstag im Mordprozess am Landgericht Regensburg. Angeklagt ist der damalige Verlobte der jungen Frau aus Muschenried im Kreis Schwandorf. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat er Maria Baumer 2012 mit einem Opioid und dem starken Beruhigungsmittel Lorazepam umgebracht.

    Spur wurde erst nach Jahren entdeckt

    Spuren der Medikamente konnten erst vergangenes Jahr durch moderne Analysemethoden an einem Haarbüschel und Teilen der Unterwäsche der jungen Frau festgestellt werden. Erst dieses Indiz brachte die Ermittler erneut auf die Spur des heute Angeklagten, der bereits kurz nach dem Fund der Leiche im Jahr 2013 als Hauptverdächtiger galt.

    Verdächtige Google-Suche

    Der heute 35-Jährige soll als Krankenpfleger Zugang zum Medikament Lorazepam gehabt haben. Außerdem soll er laut Staatsanwaltschaft kurz vor dem Verschwinden der damals 26-jährigen Maria Baumer im Internet nach der tödlichen Dosis des Medikaments gegoogelt haben.

    Erschwerend kommt für den Beschuldigten noch hinzu, dass er in einem anderen Prozess bereits verurteilt wurde, weil er unter anderem zugab, das Beruhigungsmittel schon einmal zur Betäubung einer Frau eingesetzt zu haben.

    Zehn Zeugen geladen

    Um die nachgewiesenen Spuren besser einordnen zu können, will das Gericht heute insgesamt zehn Zeugen und Sachverständige hören. So sind unter anderem Toxikologen, eine Morphologin, eine Molekularbiologin, ein Ermittler, sowie Maria Baumers Ärzte und eine Mitarbeiterin ihrer Krankenkasse geladen.

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