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Mordfall Simone Strobel: Neue Hinweise nach Belohnung | BR24

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Vor 15 Jahren wurde Simone Strobel in Australien ermordet, die Tat konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Nun aber gibt es wohl neue Hinweise, nachdem eine Million australische Dollar als Belohnung ausgesetzt wurden.

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Mordfall Simone Strobel: Neue Hinweise nach Belohnung

15 Jahre ist es her, dass die Unterfränkin Simone Strobel in Australien ermordet wurde. Vor einem Monat wurde eine Belohnung von einer Million australischen Dollar ausgesetzt, die anscheinend Wirkung gezeigt hat. Simones Vater ist überrascht.

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Von
  • BR24 Redaktion

Bringt eine Million australische Dollar, also umgerechnet eine Summe von etwa 600.000 Euro, die Wende? Im Mordfall Simone Strobel soll die Millionen-Belohnung, die kürzlich von den australischen Behörden ausgesetzt wurde, die Ermittler tatsächlich weiter gebracht haben.

Hinweise nun Teil der laufenden Ermittlungen

Ein Sprecher der Polizei des Bundesstaates New South Wales bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Ermittler neue Hinweise in dem Mordfall bekommen hätten. Diese Erkenntnisse seien nun Teil von Ermittlungen. Weil es sich um laufende Ermittlungen handelt, gibt es jedoch keine konkreten Informationen darüber, um welche Hinweise es sich genau handelt und wie hilfreich diese für eine mögliche Lösung des Falls sein könnten. Es handele sich um eine "interessante Entwicklung", sagte der örtliche Kriminalinspektor Grant Erickson der Zeitung "Northern Star".

Auf der Suche nach entscheidenden Informationen

Nach 15 Jahren ist der Mord an Simone Strobel noch immer nicht aufgeklärt. Die australischen Behörden setzten daher große Hoffnungen in die hohe Belohnung, die die Regierung des Distrikts New South Wales zur Verfügung gestellt hat.

Der Polizeichef des zuständigen Distrikts Richmond geht davon aus, dass Personen in Australien oder auch im Ausland entscheidende Informationen zurückhalten würden. "Wir schulden es der Familie, diejenigen vor Gericht zu bringen, die für ihren Tod verantwortlich sind", hatte er Mitte Oktober in der Pressekonferenz zur neu ausgesetzten Belohnung gesagt.

Vater der Ermordeten überrascht von Entwicklung

Simones Vater, Gustav Strobel, ist von der neuen Entwicklung selbst überrascht worden. Um welche neuen Erkenntnisse es sich genau handle wisse er auch nicht, er habe die zuständigen Ermittler noch nicht erreichen können, bestätigte Gustav Strobel dem BR. Es sei aber immens wichtig für die Familie, dass die Umstände des Todes seiner Tochter aufgeklärt würden.

"Simone ist immer noch unter uns. Ich höre nicht auf zu Grübeln und wache nachts oft erschrocken auf. Bis jetzt haben wir von den Beteiligten nur Wischi-Waschi Antworten bekommen! Die Unklarheit wühlt uns jeden Tag neu auf." Gustav Strobel, Vater der vor 15 Jahren in Australien ermordeten Simone

Der Mordfall Simone Strobel

Die damals 25 Jahre alte Simone Strobel aus dem Landkreis Würzburg war gemeinsam mit ihrem Freund mit einem Working-Holiday-Visum in Australien unterwegs. Anfang 2005 kamen für einige Wochen zwei Bekannte aus Deutschland dazu. Die vier hatten sich gemeinsam auf einem Campingplatz in Lismore im Nordosten von New South Wales einquartiert. Dort verschwand die junge Frau plötzlich. Wenige Tage später wurde ihre Leiche nahe dem Campingplatz unter Palmwedeln gefunden. Untersuchungen ergaben, dass Simone Strobel Opfer eines Verbrechens geworden war.

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