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Der Musikclub "Eiskeller" in Aschau. Dieses Lokal hatte die 23 Jahre alte Studentin Hanna vor ihrem gewaltsamen Tod Anfang Oktober 2022 besucht.

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Mordfall Hanna: Der Jogger ist der Tatverdächtige

Mordfall Hanna: Der Jogger ist der Tatverdächtige

Im Fall der getöteten Studentin Hanna wurde ein Jogger als Zeuge gesucht. Zuerst wurde der junge Mann aus Aschau nur befragt. Laut BR-Informationen ist der Jogger aber der Tatverdächtige. Der Heranwachsende sitzt in Untersuchungshaft.

Der im Mordfall Hanna zunächst als Zeuge von der Polizei gesuchte Jogger ist nach BR-Informationen der mutmaßliche Täter. Eine offizielle Bestätigung seitens der Polizei oder der Staatsanwaltschaft gibt es dafür nicht.

Wegen dringenden Tatverdachts in Haft

Der Heranwachsende im Alter zwischen 18 und 21 Jahren sitzt seit dem 18. November wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft. Die in dem Fall ermittelnde Soko "Club" hatte nach Hinweisen am 19. Oktober einen Zeugenaufruf veröffentlicht. In der Tatnacht am 3. Oktober war ein Jogger gesehen worden, der in den frühen Morgenstunden zwischen 2.00 und 3.00 Uhr in Aschau unterwegs war.

Befragung hunderter Zeugen

Der als wichtiger Zeuge gesuchte Mann meldete sich daraufhin bei der Polizei, konnte aber in der Vernehmung keine sachdienlichen Hinweise geben. Unter Tatverdacht stand er damals nicht. Bei der Befragung weiterer Zeugen ergab sich dann jedoch unerwartet ein konkreter Tatverdacht gegen den Jogger. Die Polizei nahm den Heranwachsenden daraufhin am 18. November fest und durchsuchte seine Wohnung. Seitdem sitzt der Beschuldigte wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Tatverdächtiger und Hanna stammen beide aus Aschau

Nach BR-Informationen stammt der Tatverdächtige - wie sein Opfer Hanna - aus Aschau. Die Polizei bestätigte nur, dass er aus dem südlichen Landkreis Rosenheim kommt. Auch beim Alter gibt sich die Polizei weiter zurückhaltend: Laut "Bild"-Zeitung ist der Tatverdächtige 20 Jahre alt, die Polizei spricht von einem Heranwachsenden im Alter zwischen 18 und 21 Jahren. Ob sich der Inhaftierte und Hanna kannten, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Polizei plant noch 400 Vernehmungen

Rund 200 Zeuginnen und Zeugen hat die Sonderkommission "Club" bereits befragt, weitere rund 400 Vernehmungen stehen noch aus. Die 23-jährige Studentin Hanna W. hatte in der Nacht zum 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) einen Musikclub in Aschau besucht und war danach nicht nach Hause gekommen. Ihre Leiche wurde am nächsten Morgen etwa zehn Kilometer flussabwärts in der Prien entdeckt. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass Hanna gewaltsam getötet wurde.

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