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Morde in Starnberg: Waffenfund wird von LKA untersucht | BR24

© dpa / Sven Hoppe

Waffenlager des mutmaßlichen Mörders aus Olching

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    Morde in Starnberg: Waffenfund wird von LKA untersucht

    Bei der Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Mörders von Starnberg sind die Polizeibeamten auf ein großes Waffenlager gestoßen. Jetzt soll das LKA die Pistolen, Maschinengewehre und die Munition genauer untersuchen.

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    Als die Kriminalpolizei die Wohnung des 19-jährigen Olchingers durchsucht, stößt sie auf ein großes Waffenlager und auf Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff. In der anschließenden Vernehmung gesteht der junge Waffenbesitzer, seinen 21-jährigen Freund und dessen Eltern in deren Starnberger Wohnhaus umgebracht zu haben.

    Experten des LKA untersuchen Waffenfund

    Derzeit lagern Dutzende von Waffen noch bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck. Ab der kommenden Woche sollen Experten des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) den Fund genauer untersuchen. Erste Einschätzungen der Polizei sprechen dafür, dass es sich bei vielen der Stücke um Schreckschusswaffen und vor allem Dekorationswaffen handeln soll.

    Viele Waffen wohl Dekorationsstücke

    Die sogenannten Dekowaffen sind zeitgenössische Originale, die als Ausstellungssstücke dienen. Durch Umbau sind sie nicht mehr funktionstüchtig. Tatsächlich ist es aber möglich, mit technischem Know-how diese wieder zu funktionsfähige Waffen umzubauen, sie mit Munition zu bestücken - und zu schießen.

    Waffen selber umgebaut?

    Das 21-jährige Mordopfer von Starnberg arbeitete tatsächlich in einer Büchsenmacherei in München. Sein Freund und mutmaßlicher Mörder aus Olching arbeitet als Werkzeugmacher. Deswegen liegt die Vermutung nahe, dass die beiden dazu fähig wären, die Dekorationswaffen zu echten umzubauen.

    Gibt es eine Waffenwerkstatt?

    Ob die beiden tatsächlich bei der Waffenherstellung zusammengearbeitet haben und ob es irgendwo eine noch nicht entdeckte Privatwerkstatt für den Waffenumbau gibt, das sollen weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck noch zeigen. Unklar ist auch noch, ob eine der beiden Tatwaffen, eine Glock, ursprünglich eine Dekowaffe war.

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