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Mord in Wiesenfeld: Tatverdächtiger aus Haft entlassen

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    Mord in Wiesenfeld: Tatverdächtiger aus Haft entlassen

    Ein Tatverdächtiger im Mordfall Wiesenfeld ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Im Januar war der 44-Jährige verhaftet worden, nachdem die Polizei den Fall nach mehr als 27 Jahren neu aufgerollt hatte.

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    • BR24 Redaktion

    Im Fall des gewaltsamen Todes einer 13-Jährigen vor mehr als 27 Jahren in Unterfranken ist ein Tatverdächtiger am Donnerstag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. "Für den Vorwurf des Mordes sieht die Kammer beim jetzigen Stand keine ausreichenden Verdachtsgründe", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der 44-Jährige aus dem Landkreis Main-Spessart war im Januar verhaftet worden, nachdem Ermittler den Fall aus dem Jahr 1993 neu aufgerollt hatten. 

    Staatsanwaltschaft: "Keine ausreichenden Verdachtsgründe"

    "Als Mordmerkmal kam zum Beispiel die Verdeckung einer Sexualstraftat in Betracht – und dafür reicht es der Kammer beim gegenwärtigen Stand nicht", erklärte der Sprecher. Zuvor hatte der Rechtsanwalt des Beschuldigten Beschwerde gegen die Inhaftierung eingelegt und die Freilassung gefordert. Im Jahr 1993 war er 17 Jahre alt, vier Jahre älter als das Opfer. Die Akten zu diesem bislang ungeklärten Mordfall wurden nie geschlossen.

    Verfahren kann nur bei Mordverdacht fortgeführt werden

    Das Ermittlungsverfahren sei nicht eingestellt. Die Staatsanwaltschaft wird nun prüfen, ob das Verfahren fortgeführt werden kann. Das ist jedoch nur im Falle eines nachweisbaren Mordverdachts möglich, da Mord nicht verjährt. Andernfalls könnte es eingestellt werden.

    Cold Case: Mord vor mehr als 27 Jahren

    Die 13-jährige Sabine war am 15. Dezember 1993 in Wiesenfeld im Landkreis Main-Spessart spurlos verschwunden. Suchtrupps und Menschen aus dem Ort durchkämmten zwei Tage lang die Gegend, bis die Leiche gefunden wurde. Sie befand sich auf einem Aussiedlerhof, in einer Jauche-Grube, die mit einem Betondeckel verschlossen war. Im Januar hatte die Polizei das Grundstück des Hofs erneut durchsucht und ein weiterer Mann rückte ins Visier der Ermittler.

    Landgericht Würzburg erklärt Durchsuchung für rechtswidrig

    Die Durchsuchung erklärte das Landgericht Würzburg allerdings für rechtswidrig. Wie die Staatsanwaltschaft dem Bayerischen Rundfunk gegenüber erklärte, sei die Durchsuchung in Anbetracht des Zeitablaufs unverhältnismäßig gewesen. "Der für eine Durchsuchung notwendige Anfangsverdacht wurde jedoch nicht verneint", so die Staatsanwaltschaft. Für die Ermittlungen fehlten nun Untersuchungsgegenstände wie Telefone, Notebooks, Tablets und sonstige Datenträger. Diese mussten dem Besitzer nach dem Gerichtsbeschluss zurückgegeben werden.

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