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Mord in Starnberg: 19-jähriger Waffennarr erschießt Familie | BR24

© BR/Frank Jordan

Nach dem gewaltsamen Tod einer Familie in Starnberg zeichnet sich eine überraschende Wendung ab: Die Polizei hat zwei Tatverdächtige festgenommen und mehrere Waffen sowie Munition sichergestellt. Frank Jordan berichtet aus Fürstenfeldbruck.

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Mord in Starnberg: 19-jähriger Waffennarr erschießt Familie

Unerwartete Wendung im Fall der erschossenen Familie in Starnberg: Die Polizei geht von Mord aus und hat zwei Männer festgenommen. Der Hauptverdächtige hat bereits gestanden. Bei ihm wurden zahlreiche Kriegswaffen gefunden. Das Motiv ist noch unklar.

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Im Zusammenhang mit dem Tod eines Ehepaars und dessen Sohnes aus dem oberbayerischen Starnberg sind überraschend zwei junge Männer festgenommen worden. Der 19-jährige Hauptverdächtige hat die Morde laut Polizei bereits gestanden.

Sein 18-jähriger Bekannter wurde wegen Beihilfe zum Mord festgenommen - er soll vom Mordvorhaben des 19-Jährigen gewusst und ihn zum Tatort nach Starnberg und wieder zurückgefahren haben. Beide befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Zahlreiche Kriegswaffen gefunden - wohl kein politischer Hintergrund

Der 19-jährige Hauptverdächtige stammt aus Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck. In seiner Wohnung wurde ein Arsenal an Kriegswaffen gefunden, außerdem Material zum Herstellen von Sprengstoff. Er sei ein Freund des ermordeten 21-Jährigen gewesen. Dieser war wohl ebenfalls ein Waffennarr und in Ausbildung zum Büchsenmacher. Die Polizei geht davon aus, dass hinter der Waffenaffinität der beiden kein politisches Motiv steht.

Täter kannte den Code an der Haustür

Laut Polizei konnte der mutmaßliche Haupttäter ins Haus gelangen, weil er den Code zu der elektronisch gesicherten Haustüre des Anwesens in Starnberg kannte. Im Haus selbst wurden laut Polizei 12 bis 15 Schüsse abgegeben. Auch auf den Hund der Familie wurde geschossen. Nach der Tat filmte der 19-jährige den Tatort.

Suizidsituation vorgetäuscht

Zunächst war die Mordkommission davon ausgegangen, dass der 21-jährige Sohn zuerst seine Eltern und dann sich selbst erschossen hatte. Er wurde laut Polizei im Bett aufgefunden, die Waffe in der Hand. Es sollte nach Selbstmord aussehen, so die Polizei. Die Leichen der 60 Jahre alten Mutter und ihres 64 Jahre alten Mannes waren im Schlafzimmer im ersten Stock des Hauses gefunden worden. Alle drei Familienmitglieder wurden offenbar mit Kopfschüssen getötet.

Motiv für den Dreifachmord ist noch unklar

Was das Motiv anbelangt, konnte die Polizei noch keine Auskunft geben. Die Ergebnisse der Rechtsmedizin werden erst in einigen Wochen erwartet.

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Überraschende Wende im Fall der erschossenen Familie im oberbayerischen Starnberg. Offenbar hat nicht der 21-jährige Sohn zunächst seine Eltern, dann sich selbst getötet. Heute hat die Polizei zwei Männer festgenommen. BR-Reporter Jordan weiß mehr: