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Schüsse auf Baustelle in München: Motiv weiter unklar | BR24

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Schüsse auf einer Baustelle mitten in München: Ein Sondereinsatz-Kommando der Polizei rückte sofort aus und fand zwei Tote. Auch der Schütze selbst ist unter den Toten.

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Schüsse auf Baustelle in München: Motiv weiter unklar

Noch ist unklar, warum ein Mann einen anderen auf einer Baustelle im Münchner Stadtteil Au tötete und sich anschließend selbst richtete. Die Toten sind nach BR-Informationen ein Architekt und ein Bauleiter. Die Ermittlungen laufen.

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Tödliche Schüsse am Morgen auf einer Baustelle für Luxuswohnungen im Münchner Stadtteil Au: Später stellt sich heraus, dass ein 29-jähriger Deutsch-Kroate aus Augsburg einen 45 Jahre alten Mann aus Görlitz tötete. Anschließend richtete sich der Schütze selbst.

Leichen zwischen Baucontainern

Bei dem 29-Jährigen handelt es sich nach Informationen des Bayerischen Rundfunks um den Architekten, bei dem 45-Jährigen um den Bauleiter. Diese Informationen wollte das Münchner Polizeipräsidium weder bestätigen noch dementieren.

Die Polizei fand zwischen Baucontainern auf dem Gelände einer ehemaligen Justizvollzugsanstalt die beiden Leichen. Ermittler stellten vor Ort eine Pistole sicher – nach BR-Informationen ein Produkt des Herstellers Glock. Zum genauen Tatablauf und möglichen Motiven machte eine Polizeisprecherin keine Angaben.

Die Polizei bestätigte lediglich, dass beide Männer einen Bezug zum Bauprojekt hatten. Jetzt ermittelt die Münchner Mordkommission das mögliche Tatmotiv. Ob es im beruflichen oder privaten Umfeld liegt, ist unklar. Geprüft wird auch, woher die Waffe stammte.

Mehr als 150 Polizisten rückten an

Um 8.50 Uhr war der Notruf eingegangen. Mit Dutzenden Streifenwagen rückten mehr als 150 Beamte zur Baustelle im Stadtteil Au unweit der Isar an. Auch schwerbewaffnete Spezialeinsatzkräfte sicherten den Einsatzort ab. Zufahrtsstraßen und eine Brücke über den Fluss wurden für Fußgänger und Autofahrer gesperrt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft stellte zeitweise den Tram- und Busbetrieb in der Gegend ein. Das nahe gelegene Landratsamt schloss vorübergehend, öffnete aber kurze Zeit später wieder.

Auch eine Grundschule war betroffen

Ein Polizeisprecher betonte, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestanden habe. Am Morgen waren in dem Stadtviertel viele Menschen auf dem Weg in die Arbeit und saßen in Cafés. Wegen des umfangreichen Polizeieinsatzes verbrachten die Kinder einer benachbarten Grundschule die Pause vorsorglich im Klassenzimmer. In der Schule sei aber alles sehr ruhig und geordnet verlaufen, teilte die Polizei mit.

Auf der Baustelle befand sich früher ein Frauengefängnis

Ein denkmalgeschütztes früheres Frauengefängnis wird derzeit in eine Wohnanlage umgewandelt. Es entstehen dort teure Eigentumswohnungen. Jahrelang hatte es um die Nachnutzung einen Streit in der Landeshauptstadt gegeben. Seit einiger Zeit wird das Gebäude entkernt und hergerichtet; hier sollen Menschen eines Tages in Luxuswohnungen einziehen.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Was geschah am Morgen auf einer Baustelle in der Ohlmüllerstraße? Der Polizeisprecher fasst die ersten Erkentnisse zusammen.