BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Montessori-Schule: In Berg wird im Festzelt unterrichtet | BR24

© BR

In der Montessori-Schule Berg soll der Unterricht nach Pfingsten zusätzlich in Festzelten auf dem Schulgelände stattfinden.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Montessori-Schule: In Berg wird im Festzelt unterrichtet

In der Montessori-Schule Berg im Landkreis Hof soll nach den Pfingstferien in einem Festzelt gelehrt und gelernt werden. So können alle Schüler wieder gleichzeitig unterrichtet werden.

Per Mail sharen

Seit knapp drei Wochen können Abschlussklassen in Bayern wieder den Unterricht besuchen. Seit Montag (18.05.20) nun auch die Erstklässer und nach Pfingsten sollen wieder alle Klassen am Schulbetrieb teilnehmen. Doch die Umsetzung stellt Schulämter, Bürgermeister und Lehrer vor Herausforderungen wie die Belegung der Klassenzimmer oder die Einhaltung der Abstandsregelungen. Die Montessori-Schule Berg im Landkreis Hof setzt auf eine kreative Zelt-Lösung.

Festzelte werden in Berg zum Klassenzimmer

Auf dem Rasen hinter der Schule in Berg stehen zwei große Festzelte von der Freiwilligen Feuerwehr Bruck. Doch diese sollen nicht zum Feiern, sondern zum Lernen genutzt werden. In den neuen ungewöhnlichen Klassenzimmern könne in der Natur gelernt werden, die Belüftung sei gut und gleichzeitig würde dadurch das Platzproblem vermindert werden. Denn nach den Pfingstferien soll laut Kultusministerium das Home-Schooling ein Ende haben und alle Kinder sollen wieder zurück in die Schulhäuser kommen. In den umfunktionierten Festzelten haben jeweils zwölf Schüler und Schülerinnen Platz. Ihre Schreibpulte stehen auf Holzplatten im Rasen.

Unterricht in Turnhallen und Mensa

In den anderen Grund- und Mittelschulen in der Region Hof sollen wohl keine Zelte zum Einsatz kommen, sagt Schulamts-Leiter Stefan Stadelmann. Turnhallen und die Mensa werden zu Klassenzimmern umfunktioniert, aber dennoch bleibt der Platzmangel an vielen Schulen bestehen.

Lehrer fehlen wegen Coronavirus

Doch der ist nicht das einzige Problem. Denn in der Region Hof fehlen wie andernorts in Bayern auch momentan rund 20 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer. Aufgrund des Alters oder wegen Krankheiten gehören sie zu Risiko-Gruppen. Deshalb ist auch hier die Kreativität der Schulleitungen gefordert. An einigen Schulen herrsche daher getrennter Vormittags- und Nachmittagsbetrieb oder die Schüler werden in zwei Gruppen unterteilt und wochenweise unterrichtet. Die Lehrer müssen Stunden daher häufig doppelt abhalten.

Busunternehmer haben ein Problem

Ein weiteres Problem stelle die Organisation der Schulbusse dar. In Köditz (Lkr. Hof) soll der differenzierte Schulbeginn für Schüler dieses Problem lösen, erklärt Bürgermeister Matthias Beyer (Freie Wählervereinigung). Der Schulbus sei am frühen Morgen daher fast leer, aber die zusätzlich gebuchten Kleinbusse fast immer ausgebucht. Der Schulbetrieb in Normal-Auslastung ist in Corona-Zeiten eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Wie sich das Kultusministerium den Alltag nach den Pfingstferien genau vorstellt, auf dieses Papier warten die Schulen momentan noch.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!