Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Monika Frischholz: Polizei bekam Tipps von Wahrsager | BR24

© BR

Seit 43 Jahren sucht die Polizei nach der Leiche von Monika Frischholz, die im Alter von zwölf Jahren verschwunden ist. Vor gut einem halben Jahr ist der Fall wieder aufgerollt worden. Laut Polizei gibt es neue Erkenntnisse. Eine Bilanz.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Monika Frischholz: Polizei bekam Tipps von Wahrsager

Im Fall der vermissten Monika Frischholz aus der Oberpfalz ist die Polizei ungewöhnliche Wege gegangen. Die Ermittler bekamen Tipps vom Wahrsager. Außerdem wurden sogenannte Archaeo-Dogs eingesetzt - Hunde, die besonders alte Knochen finden können.

Per Mail sharen
Teilen

Bei der aufwendigen Suche nach der seit 1976 verschwundenen Monika Frischholz in der Gegend von Flossenbürg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) waren auch "Archaeo-Dogs" im Einsatz. Dennoch sind die Ermittlungen ins Stocken geraten, wie BR-Recherchen ergaben.

Inzwischen hat die im Dezember des vergangenen Jahres eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe "Froschau" alle 80 Hinweise, die bisher aus der Bevölkerung eingingen, geprüft, bewertet und bearbeitet, so Florian Beck vom Polizeipräsidium Oberpfalz. Auch den Hinweisen eines Wahrsagers, der sich der Polizei als Helfer angedient hatte, wurde nachgegangen.

Auch Archaeo-Hunde fanden nichts

Bei der letzten Ausgrabung in einer Scheune in der Ortschaft Waldkrich haben sogenannte Archaeo-Dogs die Ermittler unterstützt. Diese Hunde sind auf altes, menschliches Knochengewebe konditioniert und können laut Halter menschliche Knochen bis in zweieinhalb Meter Tiefe aufspüren. Erfolgreich war diese Methode aber nicht.

Insgesamt haben die Beamten an drei verschiedenen Orten in Waldkirch bei Flossenbürg nach der Leiche des Mädchens gesucht - ohne Erfolg. Laut Polizei dienten die Grabungen aber auch dazu, eventuelle Ablageorte, auf die es Hinweise gibt, auszuschließen. Die Beamten versuchen, den Fall dennoch abschließen zu können.

10.000 Euro Belohnung

Monika Frischholz hatte am 25. Mai 1976 ihr Elternhaus verlassen, seitdem fehlt von der damals Zwölfjährigen jede Spur. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte die Polizei den Fall noch einmal aufgerollt. Für Hinweise, die zur Aufklärung führen, ist eine Belohnung von insgesamt 10.000 Euro ausgesetzt.

© BR

Ortschild von Waldkirch - hier wurde nach der Leiche von Monika Frischholz gesucht