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Handy mit Momo-Gesicht vor Federmäppchen
© picture alliance / MAXPPP / Jean-François FREY

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Handy mit Momo-Gesicht vor Federmäppchen

Die Horrorfigur "Momo" war vor einer Woche auf dem Handy der 13-Jährigen aus dem Münchner Norden aufgetaucht. Die Nachrichten und Erpressungsversuche der Gruselfigur setzten das Kind derart unter Druck, dass es sich binnen weniger Tage völlig veränderte, wie ein Polizeisprecher sagte. Das führte so weit, dass die 13-Jährige Tabletten schluckte, um sich das Leben zu nehmen.

Polizei warnt: "Momo"-Kettenbriefe nicht weiterleiten

Die Eltern fanden das Kind rechtzeitig und brachten es in eine Klinik. Die Polizei warnt nachdrücklich vor dem feigen Psychoterror. Allein die Verbreitung von Teilnahmeaufforderungen mit vorsätzlichen Drohungen stelle eine Straftat dar. Die Polizei rät, Kettenbriefe, wie sie bei Momo eingesetzt werden, keinesfalls weiterzuschicken, sondern zu löschen, keine Anhänge oder Link-Verknüpfungen zu öffnen und keine persönliche Daten freizugeben.

Cyber-Mobbing bei Kindern und Jugendlichen

Bei dem Spiel "Momo Challenge" handelt es sich um Cyber-Mobbing. Dabei werden insbesondere Kinder und Jugendliche bevorzugt über Whatsapp aber auch über Computerspiele oder Youtube zu einer Kontaktaufnahme mit einer animierten Gruselfigur "Momo" aufgefordert.

Hinweis

Der Bayerische Rundfunk berichtet - vor allem wegen möglicher Nachahmer-Effekte - in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer die zuständige Redaktion sieht es durch die Umstände der Tat geboten. Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Beratung erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.