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Kunst-Mohnblumen auf dem Königsplatz
© BR/David Friedman

Autoren

Matthias Lauer
David Friedman
© BR/David Friedman

Kunst-Mohnblumen auf dem Königsplatz

Auf dem Königsplatz in München wiegen sich 3.500 übergroße Mohnblumen im Wind. Der 72-jährige Aktionskünstler Walter Kuhn will damit 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ein Zeichen für den Frieden setzen. Mit Helfern hat er auf den Rasenflächen des Königsplatzes Mohnblumen aus roter Kunstseide und schwarzem Samt auf Metallstengeln fest im Boden verankert. In England gelten die Mohnblumen als Symbol für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten und den Frieden. Sie erinnern damit nicht nur an die Opfer des Ersten Weltkriegs, sondern mahnen vor allem an, dass sich solche Weltkriege nie wiederholen dürfen.

Jahrelange Vorbereitung des Kunstprojekts

Mehrere Jahre lang hat Kuhn das Projekt vorbereitet. Schließlich stellte ihm die Stadt München den Königsplatz für die Aktion "Niemals wieder – Never again" zur Verfügung. Sponsoren und Spender unterstützten ihn bei der Herstellung der 3.500 Mohnblumen und der Metallhalterungen. Für den Aufbau fanden sich hunderte Helfer.

Lesungen gegen den Krieg

Außerdem steht auf dem Halbrund vor der Glyptothek ein großer, schwarzer Hohlkörper, der aus mehreren verkleideten Baucontainern besteht. An dessen Außenwänden ist in großen Lettern der Aufruf "NIE WIEDER", „NEVER AGAIN“ , PLUS JAMAIS" und "никогда" in den Sprachen der am ersten Weltkrieg beteiligten Parteien zu lesen. Das Innere dieses Raumes ist begehbar, und man kann dort während der ganzen Zeit der Aktion aus kleinen Lautsprechern Lesungen gegen den Krieg zuhören.

Erinnerung an Ende des Ersten Weltkriegs

Offiziell eingeweiht wurde das Projekt am Sonntag, 11. November um 11 Uhr, genau 100 Jahre nach Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages am Ende des Ersten Weltkriegs. Zu sehen sind die Mohnblumen, die an Projekte des Aktionskünstlers Christo erinnern, bis zum 2. Dezember. Ab 3. Dezember werden die Blumen an alle Helfer und Sponsoren der Aktion verschenkt. Blumen, die übrig bleiben, können interessierte Kunstliebhaber gegen eine Spende abholen. Der Erlös geht an die Stiftung "Kolibri", die bei der Integration von traumatisierten Flüchtlingen hilft.

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Auf dem Münchner Königsplatz erblühen derzeit 3.500 Klatschmohn-Blüten aus roter Seide und schwarzem Samt von Künstler Walter Kuhn.

Auf dem Münchner Königsplatz erblühen derzeit 3.500 Klatschmohn-Blüten aus roter Seide und schwarzem Samt von Künstler Walter Kuhn.

Hunderte von Menschen stehen rund um das Meer aus Mohn-Blüten. Machen auch Fotos von den Kunstwerken.

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Die Installation des Nürnberger Künstlers Walter Kuhn macht Furore, als wär’s ein Werk des berühmten Verpackungs-Künstlers Christo.

Die Installation des Nürnberger Künstlers Walter Kuhn macht Furore, als wär’s ein Werk des berühmten Verpackungs-Künstlers Christo.

Hier wurde ein großer, schwarzer Hohlkörper aufgestellt. An seinen Außenwänden steht der Aufruf "NIE WIEDER" in verschiedenen Sprachen.

Hier wurde ein großer, schwarzer Hohlkörper aufgestellt. An seinen Außenwänden steht der Aufruf "NIE WIEDER" in verschiedenen Sprachen.

Mehrere Jahre lang hat Kuhn das Projekt vorbereitet. Schließlich stellte ihm die Stadt München den Königsplatz für die Aktion zur Verfügung.

Mehrere Jahre lang hat Kuhn das Projekt vorbereitet. Schließlich stellte ihm die Stadt München den Königsplatz für die Aktion zur Verfügung.

Offiziell eingeweiht wurde das Projekt am Sonntag, 11. November um 11 Uhr...

Offiziell eingeweiht wurde das Projekt am Sonntag, 11. November um 11 Uhr...

...genau 100 Jahre nach Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages am Ende des Ersten Weltkriegs.

...genau 100 Jahre nach Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages am Ende des Ersten Weltkriegs.

Zu sehen sind die Mohnblumen, die an Projekte des Aktionskünstlers Christo erinnern, bis zum 2. Dezember.

Zu sehen sind die Mohnblumen, die an Projekte des Aktionskünstlers Christo erinnern, bis zum 2. Dezember.

Ab 3.Dezember werden die Blumen an alle Helfer und Sponsoren der Aktion verschenkt.

Ab 3.Dezember werden die Blumen an alle Helfer und Sponsoren der Aktion verschenkt.